Bild folgtKI-generierte IllustrationEublemma purpurina
Auch bekannt als: Purpur-Zwergeulchen
Unverwechselbar ist das Purpur-Zwergeulchen (Eublemma purpurina) an seiner markanten Flügelzeichnung, bei der eine strohgelbe Basis auf eine leuchtend purpurrosa gefärbte äußere Flügelhälfte trifft. Mit einer Körpermasse von nur etwa 0,01 Gramm ist dieser kleine Nachtfalter ein graziler Gast in Deinem Garten. Du kannst die Tiere in den warmen Monaten von Mai bis September beobachten, da sie eine spezifische Temperaturnische (bevorzugter Temperaturbereich) in sonnigen Lebensräumen besetzen. Der Falter lebt oligophag (auf wenige Nahrungspflanzen spezialisiert) und ist für seine Entwicklung auf bestimmte heimische Wildkräuter angewiesen. Da die Art in Regionen wie der Schweiz mit nur 14 dokumentierten Sichtungen zwischen 1990 und 2010 recht selten nachgewiesen wurde, stellt sie eine Besonderheit für naturnahe Gärten dar. Die Weibchen legen ihre Eier an den Blättern der Futterpflanzen ab, wo später die Larven (Raupen) schlüpfen. Im Sommer kannst Du den Falter bei der Nektarsuche an Korbblütlern wie der Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) oder der Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) entdecken. Den Winter überdauert das Tier als Larve (Raupe) in einem schützenden Kokon am Boden oder in der Krautschicht. Du kannst diese Art aktiv fördern, indem Du sonnige, ungestörte Ecken mit Disteln stehen lässt. Ein Verzicht auf Pestizide und das Belassen von Pflanzenresten über die kalte Jahreszeit sind für das Überleben der Art entscheidend.
Das Purpur-Zwergeulchen ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der weder sticht noch beißt. Da es sich um eine eher seltene Art handelt, sollte man die Larven (Raupen) an ihren Futterpflanzen ungestört lassen und auf Umsiedlungen verzichten.
Das Purpur-Zwergeulchen (Eublemma purpurina) gehört zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) innerhalb der Ordnung der Schuppenflügler. In der Region ist die Art als heimisch eingestuft, wobei Nachweise in der Schweiz und Belgien auf eine Vorliebe für wärmebegünstigte Standorte hindeuten. Mit einer geringen Spannweite und der charakteristischen Gelb-Purpur-Färbung ist sie visuell gut von anderen Kleinschmetterlingen zu unterscheiden. Die Lebensweise ist eng an trockene, offene Habitate gebunden, in denen ihre spezifischen Larval-Futterpflanzen vorkommen.
Körpergröße
small
Nahrung
oligophagous
Überwinterung
larva
Temperatur
warm
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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