Bild folgtKI-generierte IllustrationEudontomyzon hellenicus
Das Griechische Bachneunauge (Eudontomyzon hellenicus) ist ein aalartiger, kieferloser Fisch mit sieben seitlichen Kiemenöffnungen, der bevorzugt in sauberen, sauerstoffreichen Fließgewässern (fließendes Wasser) lebt. In Deinem Garten ist diese seltene Art kaum zu erwarten, da sie primär in spezialisierten Bachsystemen vorkommt. Als ursprüngliches Wirbeltier besitzt es kein Skelett aus Knochen, sondern aus Knorpel. Die Tiere verbringen viele Jahre als Querder (blind lebende Larvenform) im sandigen Bodengrund, bevor sie die Metamorphose (Umwandlung zum erwachsenen Tier) vollziehen. Adulte (geschlechtsreife) Exemplare nehmen keine Nahrung mehr auf und konzentrieren sich rein auf die Fortpflanzung in kiesigen Abschnitten. Wenn Du die Wasserqualität in Deiner Region fördern möchtest, hilft der Verzicht auf chemische Düngemittel im Garten. Naturnahe Ufergestaltungen ohne künstliche Barrieren sind für das Überleben solcher Fischarten essenziell. Ein Gartenteich bietet meist nicht die nötige Strömung, doch der Schutz von nahen Bächen sichert ihren Fortbestand. Achte darauf, dass Sedimente (Ablagerungen am Boden) nicht durch Baumaßnahmen aufgewirbelt werden. So leistest Du einen Beitrag zum Artenschutz dieser bedrohten Lebewesen.
Diese Art ist streng geschützt und unterliegt der FFH-Richtlinie (ein europäisches Schutzsystem für Tiere und Lebensräume). Ein Umsetzen oder Stören der Tiere in ihrem Lebensraum ist gesetzlich verboten. Für Dich oder Deine Haustiere besteht keine Gefahr, da die Tiere vollkommen harmlos und ungiftig sind.
Taxonomisch gehört das Tier zur Familie der Neunaugen (Petromyzontidae) und stellt eine sehr urtümliche Form der Wirbeltiere dar. Mit einer Körperlänge von meist unter 16 Zentimetern bleibt das Griechische Bachneunauge (Eudontomyzon hellenicus) vergleichsweise klein. Die Art lebt stationär (nicht wandernd) in Süßwasserhabitaten und ist für ihre mehrjährige Larvenphase im Gewässerboden bekannt. Es handelt sich um eine nicht-parasitische Art, was sie von einigen größeren Verwandten unterscheidet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →