Bild folgtKI-generierte IllustrationEudontomyzon mariae
Auch bekannt als: Donau-Neunauge, Ukrainisches Bachneunauge
Das Ukrainische Bachneunauge (Eudontomyzon mariae) ist ein aalförmiges, kieferloses Rundmaul (urtümliches Wirbeltier), das vorwiegend in klaren Fließgewässern vorkommt. Du wirst diesen seltenen Bewohner nur entdecken, wenn ein natürlicher Bachlauf mit hoher Wasserqualität Dein Grundstück durchquert. Die Larven, fachsprachlich Querder (Larven der Neunaugen) genannt, vergraben sich für mehrere Jahre im sandigen oder schlammigen Untergrund. Dort filtrieren sie als nützliche Reiniger kleinste Schwebstoffe aus dem Wasser und stabilisieren so das kleinteilige Ökosystem. Nach ihrer Umwandlung (Metamorphose) zum geschlechtsreifen Tier nehmen sie keine Nahrung mehr auf. Zum Ablaichen suchen die erwachsenen Tiere im Frühjahr kiesige Abschnitte mit ausreichender Strömung auf. Die Art ist nach der europäischen FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) streng geschützt und darf nicht gestört werden. Verzichte auf den Einsatz von Düngemitteln in Bachnähe, um die empfindlichen Larven im Boden nicht zu gefährden. Ein künstlicher Gartenteich eignet sich nicht als Lebensraum, da die notwendige Strömung und der Sauerstoffgehalt fehlen. Im Februar verbleiben die Tiere meist noch verborgen im Sediment des Gewässergrundes.
Die Art ist nach der europäischen FFH-Richtlinie (Naturschutz-Gesetz) streng geschützt. Eine Entnahme oder Umsiedlung ist verboten. Da sie sensibel auf Wasserveränderungen reagieren, dürfen keine Gartenabfälle oder Dünger in das Gewässer gelangen. Die Tiere sind absolut ungiftig.
Das Ukrainische Bachneunauge (Eudontomyzon mariae) gehört zur Gruppe der Rundmäuler (Cyclostomata) innerhalb der Familie der Petromyzontidae. Es besiedelt vorwiegend die Flusssysteme von Donau und Elbe in Mitteleuropa. Die Art lebt stationär in kleinen Fließgewässern und führt keine Wanderungen ins Meer durch. Mit einer Körperlänge von 14 bis 21 Zentimetern bleibt es deutlich kleiner als Meeresneunaugen. Nach der mehrjährigen Larvenphase im Sediment sterben die Tiere kurz nach der Fortpflanzung.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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