Bild folgtKI-generierte IllustrationEudontomyzon vladykovi
Auch bekannt als: Donau-Neunauge, Donaubachneunauge
Das Donaubachneunauge (Eudontomyzon vladykovi) ist ein graublauer, aalartiger Wasserbewohner von etwa 20 Zentimetern Länge, der in klaren Fließgewässern (strömende Gewässer) vorkommt. Dieser urtümliche Vertreter der Neunaugen bevorzugt kiesige und sandige Sohlen in den Einzugsgebieten der Donau. Da die Tiere auf eine sehr hohe Wasserqualität angewiesen sind, dienen sie als wertvolle Zeigerarten für ökologisch intakte Bachläufe. Die Fortpflanzung findet in flachen, strömungsreichen Bereichen statt, wonach die erwachsenen Tiere meist versterben. Ihre Larven, die man als Querder (augenlose Jungstadien) bezeichnet, leben über mehrere Jahre verborgen im feinkörnigen Sediment des Gewässergrundes. Sollte ein naturnaher Bach durch Deinen Garten fließen, ist der Schutz der natürlichen Uferstrukturen die wichtigste Maßnahme für den Erhalt dieser Art. Ein künstlicher Gartenteich ohne Durchströmung ist als Lebensraum ungeeignet. Als Gartenbesitzer solltest Du auf jegliche chemische Belastung oder bauliche Veränderung am Gewässer verzichten. Die Ernährung erfolgt im Larvenstadium durch das Filtern von organischen Partikeln aus dem Wasser. Wer diese seltenen Tiere beherbergt, leistet einen wesentlichen Beitrag zum regionalen Artenschutz.
Diese Art ist nach der europäischen FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie) streng geschützt. Eine Entnahme aus dem Gewässer oder die Störung der Laichplätze ist gesetzlich untersagt. Die Tiere sind für Menschen vollkommen harmlos, da sie weder Beißwerkzeuge noch Gifte besitzen.
Das Donaubachneunauge (Eudontomyzon vladykovi) gehört zur Familie der Petromyzontidae (Neunaugen) und ist im Donauraum verbreitet. Diese stationäre Art (keine Wanderungen ins Meer) erreicht eine Länge von etwa 15 bis 21 Zentimetern. Nach einer vier- bis fünfjährigen Larvenphase im Sediment wandeln sich die Tiere zu adulten (geschlechtsreifen) Individuen um, die keine Nahrung mehr aufnehmen. Sie bewohnen bevorzugt die Forellen- und Äschenregion sauerstoffreicher Fließgewässer.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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