Bild folgtKI-generierte IllustrationEuophrys herbigrada (Simon, 1871)
Der Gras-Schönbrauspringer (Euophrys herbigrada) ist eine kleine, flinke Springspinne, die keine Fangnetze baut, sondern ihre Beute durch aktive Jagd und weite Sprünge erbeutet. Du erkennst sie an ihrem kompakten Körperbau und den charakteristischen, großen Frontaugen, die ihr ein hervorragendes Sehvermögen verleihen. Diese Spinne bevorzugt warme, sonnige Plätze am Boden oder in der niedrigen Krautschicht (die unterste Vegetationsschicht aus Gräsern und Kräutern) Deines Gartens. Als geschickter Jäger wartet sie geduldig, um kleine Insekten mit einem präzisen Satz zu überraschen. In Deinem Garten übernimmt sie eine nützliche Rolle, da sie die Bestände von kleinen Schadinsekten wie Blattläusen auf natürliche Weise reguliert. Da sie keine Radnetze (kreisrunde Spinnennetze) errichtet, bleiben Deine Zierpflanzen frei von klebrigen Gespinsten. Du kannst diesen nützlichen Gartenbewohner unterstützen, indem Du Strukturen wie kleine Steinhaufen oder liegengelassenes Laub belässt. Diese Elemente dienen der Spinne als notwendiger Rückzugsort und Jagdrevier zugleich. Ein Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel hilft dabei, die Population dieser heimischen Art stabil zu halten. Beobachte sie an sonnigen Tagen dabei, wie sie flink über Steine oder trockenes Gras huscht. Sie ist ein kleiner, aber effektiver Helfer bei der Erhaltung des biologischen Gleichgewichts in Deinem grünen Reich. Durch Deine Rücksichtnahme bei der Gartenpflege ermöglichst Du diesem Tier ein sicheres Zuhause.
Diese kleine Springspinne ist für Menschen vollkommen harmlos und zudem sehr scheu. Da sie die menschliche Haut nicht durchbeißen kann und bei Störung sofort flieht, besteht keinerlei Gefahr bei der Gartenarbeit.
Der Gras-Schönbrauspringer (Euophrys herbigrada) gehört zur Familie der Springspinnen (Salticidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Er ist als heimische Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet. Diese Spinnenart zeichnet sich durch ihre geringe Körpergröße und eine tagaktive Lebensweise aus, bei der sie sich primär visuell orientiert. Ihr Vorkommen beschränkt sich meist auf sonnenexponierte (der Sonne ausgesetzte) und eher trockene Standorte direkt am Boden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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