Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphorbia dulcis
An ihren im Austrieb oft rötlich überlaufenen Blättern und den gelblich-grünen Scheinblüten lässt sich die Süße Wolfsmilch (Euphorbia dulcis) sofort erkennen. Diese heimische Staude ist ein Gewinn für schattige Gartenbereiche, in denen viele andere Pflanzen aufgeben. Da sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) ist, fügt sie sich perfekt in naturnahe Pflanzungen ein. Sie besetzt die ökologische Nische des Waldrandes und bietet dort Struktur, wo Licht Mangelware ist. Wenn du einen schwierigen Schattenplatz ökologisch aufwerten möchtest, liegst du mit dieser unkomplizierten Art genau richtig.
Heimische Schattenkünstlerin: Robustes Grün für naturnahe Waldgärten.
Als einheimische Wildpflanze ist die Süße Wolfsmilch (Euphorbia dulcis) ein wertvoller Bestandteil unserer regionalen Ökosysteme. Da für diese spezielle Art keine Beziehungsdaten zu Insekten vorliegen, lässt sich ihre ökologische Bedeutung vor allem durch ihre Standorttreue im Schattenbereich definieren. In naturnahen Gärten schließt sie Vegetationslücken im Unterholz und bietet so Lebensraum für die Bodenfauna. Da sie als nicht gefährdet gilt, ist sie eine robuste Wahl, um die lokale Biodiversität in schattigen Lagen ohne großen Pflegeaufwand zu stützen.
Die Süße Wolfsmilch (Euphorbia dulcis) ist nicht kindersicher. Wie alle Arten dieser Gattung enthält sie einen milchigen Saft, der bei Kontakt mit der Haut oder den Augen Reizungen verursachen kann. Trage beim Pflanzen oder Teilen der Staude vorsichtshalber Handschuhe.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.31 m
Standort: Wähle einen Platz im Schatten, idealerweise unter Gehölzen oder an der Nordseite des Hauses.
Boden: Die Pflanze benötigt frische (mäßig feuchte) Erde, die weder völlig austrocknet noch Staunässe bildet.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung gut zurecht.
Pflanzzeit: Setze die Staude im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, da sie als Wildstaude sehr pflegeleicht ist.
Vermehrung: Sie breitet sich moderat über kurze Rhizome (unterirdische Wurzelstöcke) aus.
Kombination: Eine gute Partnerin ist der Wald-Frauenfarn (Athyrium filix-femina) – beide teilen die Vorliebe für schattige, frische Standorte und bilden ein stimmiges, naturnahes Bild unter Bäumen.
Die Süße Wolfsmilch (Euphorbia dulcis) gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Sie ist in der DACH-Region weit verbreitet und gilt als indigen (ursprünglich heimisch). Typisch für diesen Hemikryptophyten (Pflanze, deren Überdauerungsknospen an der Erdoberfläche liegen) ist der kriechende Wurzelstock, aus dem im Frühjahr die aufrechten Triebe mit wechselständigen Blättern erscheinen. Ihr natürlicher Lebensraum sind krautreiche Laubmischwälder und Gebüsche auf frischen Böden.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →