Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphorbia villosa subsp. villosa
Du erkennst die Zottige Wolfsmilch (Euphorbia villosa subsp. villosa) an ihren auffällig behaarten Stängeln und Blättern, die ihr ein weiches, fast samtiges Aussehen verleihen. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Spezialistin für feuchte Stellen, die heute in der freien Landschaft immer seltener werden. Durch ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) – eine enge Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln – stärkt sie die biologische Aktivität deines Bodens. Da sie auf kalkhaltige Feuchtgebiete spezialisiert ist, fördert sie eine ganz spezifische Flora und Fauna. Wenn du eine feuchte Senke oder einen Teichrand besitzt, machst du mit dieser standorttreuen Art alles richtig.
Samtige Spezialistin für kalkreiche Feuchtstellen und ein gesundes Bodenleben.
Nach aktuellen Daten liegen keine spezifischen Beziehungsnachweise für einzelne Insektenarten vor. Ihre ökologische Bedeutung ergibt sich jedoch aus ihrer Rolle als Bodenverbesserin durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), welche das Pilzgeflecht im Erdreich fördert. Die offen dargebotenen Nektarquellen in den Blütenständen sind für Generalisten wie Schwebfliegen und kurzrüsselige Käfer leicht zugänglich. In feuchten Gartenbereichen bietet ihr dichter Wuchs zudem wertvollen Schutz für Amphibien. Wenn du die Stängel über den Winter stehen lässt, schaffst du zudem wichtige Rückzugsorte für kleine Gliedertiere.
Die Zottige Wolfsmilch ist nicht kindersicher. Wie alle Wolfsmilchgewächse enthält sie einen weißen Milchsaft, der bei Berührung starke Hautreizungen verursachen kann und bei Verzehr giftig ist. Achte darauf, dass Kinder und Haustiere keinen Zugang zur Pflanze haben, und trage bei der Gartenarbeit immer Handschuhe. Eine Verwechslung mit ungiftigen Kräutern ist aufgrund der markanten Blütenform nahezu ausgeschlossen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wuchsform
Krautige Pflanze
Suche für die Pflanze einen sonnigen bis lichten halbschattigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte dauerhaft frisch bis nass sein, was einem Ellenberg-Feuchtewert von 8 (Feuchtezeiger) entspricht.
Achte auf ein kalkhaltiges Substrat, das eher mager bis mäßig nährstoffreich sein sollte.
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden frostfrei ist.
Da die Art eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Pilz-Wurzel-Symbiose) eingeht, solltest du auf mineralischen Kunstdünger verzichten.
Ein Rückschnitt der abgestorbenen Stängel erfolgt am besten im späten Februar vor dem Neuaustrieb.
Die Vermehrung ist durch eine vorsichtige Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr möglich.
Trage bei allen Arbeiten Handschuhe, um dich vor dem milchigen Pflanzsaft zu schützen.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) – beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte, kalkhaltige Standorte und bilden ein harmonisches Bild.
Die Zottige Wolfsmilch ist ein Vertreter der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und primär in Mitteleuropa verbreitet. Ihr natürliches Vorkommen liegt in kalkreichen Niedermooren (nährstoffarme, nasse Moore) und Auwiesen (durch Flussüberschwemmung geprägtes Grünland). Charakteristisch für die morphologische Struktur sind die Cyathien (spezielle Scheinblüten), die von gelblichen Hochblättern gestützt werden. Im Gegensatz zu vielen verwandten Arten ist die gesamte Pflanze dicht behaart, was ihr den botanischen Namen 'villosa' (zottig) eingebracht hat.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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