Bild folgtKI-generierte IllustrationEupithecia orphnata
An der dezenten, graubraunen Zeichnung lässt sich Eupithecia orphnata sofort erkennen, auch wenn dieser kleine Nachtfalter aufgrund seiner geringen Größe oft übersehen wird. Typisch für diesen Vertreter der Blütenspanner ist eine Lebensweise, die eng an heimische Wildpflanzen gebunden ist. Die Weibchen legen ihre Eier meist einzeln an den Knospen oder Blütenständen ab. Im Frühling fliegen die ersten Falter ab April und suchen Nektar an frühen Blühern wie der Sal-Weide (Salix caprea) oder dem Schlehdorn (Prunus spinosa). Während des Sommers werden Pflanzen wie der Gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris) oder Dost (Origanum vulgare) besucht. Die Raupe ernährt sich polyphag (nutzt viele verschiedene Futterpflanzen) von den Blüten und Samen dieser Gewächse. Den Winter überdauert das Tier als Puppe (Ruhestadium zwischen Raupe und Falter) geschützt in der oberen Bodenschicht oder Streuschicht. Du kannst diesen Nützling fördern, indem du verblühte Stängel heimischer Wildstauden über den Winter stehen lässt. Ein naturnaher Garten mit einer hohen Pflanzenvielfalt bietet den Raupen genau die Nahrung, die sie für ihr geringes Körpergewicht von etwa 0,003 Gramm benötigen. Verzichte zudem auf chemische Spritzmittel, um die empfindlichen Larven nicht zu gefährden.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Eupithecia orphnata besitzt keinen Stachel und ist für Menschen oder Haustiere absolut unbedenklich. Aufgrund seiner Unauffälligkeit besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Tieren; man sollte die Puppen im Boden lediglich durch vorsichtige Bodenbearbeitung schonen.
Dieser Falter gehört zur Familie der Spanner (Geometridae) und zur Gattung der Blütenspanner (Eupithecia). In unserer Region ist er als heimisch eingestuft, wobei Nachweise insbesondere aus der Schweiz vorliegen. Die Art bevorzugt kühle Temperaturbereiche und ist an ihren schmalen Flügeln sowie der typischen Ruhestellung erkennbar. Als polyphager Pflanzenfresser spielt die Raupe eine Rolle im natürlichen Nährstoffkreislauf, ohne dabei Schäden an Gartenkulturen anzurichten. Die Unterscheidung von anderen Blütenspannern erfordert oft eine sehr genaue Betrachtung der feinen Flügelzeichnung.
Körpergröße
small
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
pupa
Temperatur
cold
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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