Bild folgtKI-generierte IllustrationEvodinus clathratus
An der markanten, schwarz-gelben Gitterzeichnung auf den Flügeldecken lässt sich der Fleckenbock (Evodinus clathratus) sofort erkennen. Dieser etwa 9 bis 13 Millimeter große Käfer gehört zur Familie der Bockkäfer und tritt in deinem Garten meist als gern gesehener Gast auf, wenn du in einer waldreichen Mittelgebirgslage lebst. Die Art bringt eine Generation pro Jahr hervor, wobei die Larvenentwicklung im Holz meist zwei Jahre beansprucht. Im Frühsommer, ab etwa Mai, kannst du die Käfer beim Sonnenbad auf Blüten beobachten. Besonders gern besuchen sie heimische Doldenblütler (Pflanzen mit schirmartigen Blütenständen) wie den Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) oder den Wald-Geißbart (Aruncus dioicus). Die Weibchen legen ihre Eier gezielt in morsches, feuchtes Totholz von Nadel- oder Laubbäumen ab. Dort ernähren sich die Larven vom Holz und tragen so zur Humusbildung bei. Die Überwinterung erfolgt als Larve tief im Holz, wo sie vor extremem Frost geschützt ist. Du kannst diesen nützlichen Käfer aktiv fördern, indem du Altholzstapel im Garten belässt und auf heimische Wildstauden als Nahrungsquelle setzt. Sorge für ein kontinuierliches Angebot an blühenden Pflanzen von Mai bis Juli, um den erwachsenen Käfern ausreichend Energie zu bieten.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Der Fleckenbock kann weder stechen noch beissen und ist für Menschen, Haustiere sowie Gartenpflanzen absolut unbedenklich. Da er sich von totem Holz ernährt, stellt er keine Gefahr für lebende Bäume oder Holzkonstruktionen am Haus dar.
Der Fleckenbock (Evodinus clathratus) ist ein Käfer aus der Ordnung der Scheidenflügler (Coleoptera) und der Familie der Bockkäfer (Cerambycidae). Er ist vor allem in den höheren Lagen von Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet, wobei er feuchte Waldränder und Gebirgswiesen bevorzugt. Charakteristisch für diese Art ist der gedrungene Körperbau und die sehr variable, oft kreuzgitterartige Zeichnung auf den Deckflügeln. Als xylobionte (an Holz gebundene) Art spielt er eine wesentliche Rolle im ökologischen Abbauprozess von Totholz.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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