Bild folgtKI-generierte IllustrationFestuca amethystina
An ihren feinen, bläulich-violett schimmernden Halmen lässt sich der Amethyst-Schwingel (Festuca amethystina) sofort erkennen. Er gehört zu den heimischen Gräsern, die hervorragend an trockene Standorte angepasst sind und wichtige Struktur in naturnahe Gärten bringen. Da er eine indigene Art (eine am Ort ursprünglich vorkommende Pflanze) ist, fügt er sich perfekt in das regionale Ökosystem ein. Er dient als wertvoller Rückzugsort für bodennah lebende Kleintiere und stabilisiert magere Bodenstellen. Mit diesem genügsamen Gras bringst Du natürliche Leichtigkeit in Deine Beete, ohne viel Aufwand betreiben zu müssen. Du machst damit alles richtig, wenn Du einen robusten und langlebigen Bewohner für karge Ecken suchst.
Heimisches Juwel: Der blauschimmernde Überlebenskünstler für trockene Standorte.
Als heimische Grasart ist der Amethyst-Schwingel ein wichtiger Bestandteil regionaler Pflanzengesellschaften auf Magerstandorten. Durch seinen dichten, horstigen Wuchs bietet er ganzjährig geschützte Lebensräume für Laufkäfer und andere nützliche Bodenbewohner. In den Wintermonaten dienen die stehengelassenen Halme als wichtiges Überwinterungsquartier für Insekten, die in den hohlen Stängeln oder im Inneren des Horstes Schutz vor Frost suchen. Die Samenstände können in kargen Wintern eine ergänzende Nahrungsquelle für kleine Singvögel darstellen. Da er auf trockenen Standorten gedeiht, trägt er zur Biodiversität in Gartenbereichen bei, die für viele andere Pflanzen zu extrem sind.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.56 m
Wähle für die Pflanzung einen Platz im Halbschatten auf trockenem Boden.
Achte darauf, dass der Untergrund mager ist, da die Pflanze ein Schwachzehrer (kommt mit minimalen Nährstoffen aus) ist.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden offen ist.
Setze die Horste mit ausreichend Abstand, damit die markante Wuchsform zur Geltung kommt.
Da das Gras Staunässe nicht verträgt, ist ein gut durchlässiger Boden überlebenswichtig.
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht ratsam; kämme im Frühjahr lediglich abgestorbene Halme vorsichtig mit den Fingern aus.
In den ersten Wochen nach der Pflanzung solltest Du bei Trockenheit gießen, danach ist das Gras extrem pflegeleicht.
Die Vermehrung gelingt am besten durch Teilung des Horstes im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – beide teilen die Vorliebe für kalkreiche Standorte und ergänzen sich hervorragend in Wuchsform und ökologischem Wert.
Der Amethyst-Schwingel gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als einheimische Art verbreitet. Sein typischer Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Kiefernwälder auf kalkhaltigem Untergrund. Er wächst horstig, bildet also kompakte Büschel, und erreicht eine Höhe von etwa 30 bis 50 Zentimetern. Die morphologische Besonderheit liegt in der blaugrünen Färbung der Blätter, die durch eine schützende Wachsschicht entsteht, welche die Pflanze vor Verdunstung bewahrt.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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