Bild folgtKI-generierte IllustrationFrangula rupestris
Auch bekannt als: Frangula rupestris
An seinem niedrigen, oft sparrigen Wuchs und den festen, dunkelgrünen Blättern lässt sich der Felsen-Faulbaum (Frangula rupestris) sofort erkennen. Dieser seltene Strauch ist ein wahrer Überlebenskünstler für karge, felsige Gartenbereiche, in denen kaum etwas anderes gedeiht. In Deinem Garten dient er als robuster Strukturgeber, der besonders gut mit sommerlicher Hitze zurechtkommt. Wenn Du einen Steingarten oder eine Trockenmauer besitzt, ist dieser Strauch eine hervorragende Wahl für Dich.
Hitzefester Felskünstler: Die robuste Wahl für kalkreiche Steingärten.
Als heimische Art in Österreich besetzt der Felsen-Faulbaum eine wichtige ökologische Nische auf extremen Trockenstandorten. Er dient als wichtiger Strukturbildner in Steingärten und bietet Versteckmöglichkeiten für die Bodenfauna (kleine Lebewesen im Erdreich). Seine Früchte stellen im Spätsommer eine Nahrungsquelle für Vögel dar, die in felsigen Regionen nach Beeren suchen. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten für diese Art derzeit fehlen, bereichert sie die Artenvielfalt an Standorten, die für viele andere Gehölze zu karg sind. Mit seiner Pflanzung förderst Du eine spezialisierte Flora, die hervorragend an die zunehmende sommerliche Hitze angepasst ist.
Achtung: Der Felsen-Faulbaum ist nicht kindersicher und wird als giftig eingestuft. Die Einnahme von Blättern oder Früchten kann zu Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und starkem Durchfall führen. Bei der Standortwahl sollte darauf geachtet werden, dass die Beeren für Kleinkinder nicht leicht zugänglich sind.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Pflanzenhöhe
0.8 m
Wähle für die Pflanzung einen vollsonnigen und warmen Platz in Deinem Garten.
Der Boden sollte sehr durchlässig, kalkhaltig und eher nährstoffarm beschaffen sein.
Eine Mischung aus Erde und Schotter oder die Pflanzung in einer Trockenmauer ist ideal.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Vermeide unbedingt Staunässe (Ansammlung von Wasser im Wurzelbereich), da dies der Pflanze schadet.
Nach der Anwuchsphase ist der Strauch extrem trockenheitsresistent und muss kaum gegossen werden.
Eine zusätzliche Düngung ist in der Regel nicht notwendig.
Ein Rückschnitt ist aufgrund des sehr langsamen Wachstums nur selten erforderlich.
Die Vermehrung kann im Herbst durch die Aussaat der reifen Samen erfolgen.
Gute Partnerin: Die Alpen-Aster (Aster alpinus) - beide Arten teilen die Vorliebe für kalkreiche, sonnige Felsstandorte und ergänzen sich optisch wie ökologisch hervorragend.
Der Felsen-Faulbaum gehört zur Familie der Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae) und ist in den südlichen Kalkalpen Österreichs beheimatet. Er besiedelt dort bevorzugt Xerothermstandorte (trockene, warme Lagen) auf steinigen Untergründen. Morphologisch zeichnet er sich durch seine wechselständigen, eiförmigen Blätter und die kugeligen Steinfrüchte aus, die sich bei der Reife von Rot nach Schwarz verfärben. Als Zwergstrauch erreicht er meist nur geringe Höhen, was ihn perfekt an windgepeitschte, exponierte Standorte anpasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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