Bild folgtKI-generierte IllustrationFumaria officinalis
Auch bekannt als: Echter Erdrauch, Gemeiner Erdrauch, Gewöhnliche Erdrauch
7
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren rötlich-violetten Blüten, die an der Spitze dunkel gefärbt sind, und dem fein gefiederten, bläulich-grünen Laub fällt der Gewöhnliche Erdrauch (Fumaria officinalis) sofort auf. Er ist ein klassischer Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) und gehört seit Jahrhunderten zu unserer heimischen Kulturlandschaft. Da er offene Bodenstellen besiedelt, ist er ein wertvoller Bestandteil eines lebendigen Naturgartens. Er zeigt dir zuverlässig an, wo dein Boden besonders nährstoffreich und locker ist. Wenn du ihn in deinen Beeten wachsen lässt, bewahrst du ein wertvolles Stück unserer Gartengeschichte.
Ein lebendiges Stück Zeitgeschichte: Zarter Blütenschmuck von Mai bis August.
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Als Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) ist der Gewöhnliche Erdrauch seit Jahrtausenden ein fester Teil unserer Flora und in der gesamten Region heimisch. Er besiedelt als Pionierpflanze (Art, die neu entstandene Lebensräume schnell besiedelt) lückige Stellen im Garten und schließt so wichtige Vegetationslücken auf dem Boden. Durch seine lange Blütezeit von Mai bis August bereichert er das sommerliche Blütenangebot in deiner Gartenlandschaft. Seine Präsenz fördert die biologische Vielfalt auf Standorten, die in modernen Gärten oft durch zu intensives Jäten verarmt sind. Da er auf der Roten Liste als ungefährdet geführt wird, ist er ein stabiler und dankbarer Bewohner für ökologisch bewirtschaftete Flächen.
Der Gewöhnliche Erdrauch ist nicht kindersicher, da er in allen Teilen Alkaloide (stickstoffhaltige Wirkstoffe) enthält und als schwach giftig eingestuft wird. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Teile der Pflanze verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der charakteristischen Blütenform kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Mai – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.253 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pollen
0.0084 mg/Blüte
Wähle für den Erdrauch einen sonnigen bis halbschattigen Platz aus.
Er bevorzugt lockere, gut durchlüftete und nährstoffreiche Böden, die gerne auch kalkhaltig sein dürfen.
Die Pflanze kommt mit normaler Gartenfeuchte gut zurecht.
Die beste Zeit für die Aussaat ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da es sich um eine einjährige Art handelt, musst du sie nicht zurückschneiden; sie sät sich an zusagenden Stellen von selbst wieder aus.
Vermeide eine zu dicke Schicht Mulch (Bodenabdeckung aus organischem Material), da die feinen Samen direkten Bodenkontakt zum Keimen benötigen.
Eine Düngung ist meist nicht erforderlich, da die Pflanze als Stickstoffanzeiger ohnehin dort auftaucht, wo genug Nährstoffe vorhanden sind.
Gute Partnerin: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) – beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche, offene Standorte und ergänzen sich wunderbar in ihrem Wuchsverhalten.
Der Gewöhnliche Erdrauch gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Als einjährige Pflanze besiedelt er bevorzugt Äcker, Gärten und Ruderalstellen (unbewachsene Schuttflächen) auf nährstoffreichen Böden. Die Pflanze wächst meist niederliegend oder aufsteigend und erreicht Höhen von etwa 10 bis 50 Zentimetern. Die Blüten sind zygomorph (spiegelsymmetrisch aufgebaut) und stehen in traubigen Blütenständen zusammen, was ihnen ein sehr filigranes Aussehen verleiht.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →