Bild folgtKI-generierte IllustrationFunaria hygrometrica
Auch bekannt als: Echtes Drehmoos, Funaire Hygromètre, Wetteranzeigendes Drehmoos
An seinen markanten, birnenförmigen Sporenkapseln auf gedrehten Stielen lässt sich das Wetteranzeigende Drehmoos (Funaria hygrometrica) sofort erkennen. Als Pionierart (Erstbesiedler auf offenem Boden) besetzt es schnell kahle Stellen und schützt so die Erde vor dem Austrocknen. Da keine spezifischen Daten zu Insektenbeziehungen vorliegen, schätzt du es als natürlichen Bodenfestiger, der ein wichtiges Mikroklima für kleinste Lebewesen schafft. Wenn du dieses Moos in deinen Gartenfugen oder auf alten Feuerstellen belässt, förderst du die natürliche Vielfalt auf Standorten, die sonst kahl blieben. Beobachte doch mal, wie sich die Stiele bei wechselnder Feuchtigkeit bewegen.
Faszinierender Wetteranzeiger: Erlebe die Magie der sich drehenden Sporenkapseln.
In der ökologischen Gartenkultur übernimmt dieses Moos die wichtige Rolle des Bodenbedeckers auf kargen Standorten. Es schützt die Erdoberfläche vor Erosion (Abtragung durch Wind und Wasser) und fungiert als effizienter Wasserspeicher. Da keine spezifischen Daten zu Bestäubern oder Schmetterlingsraupen vorliegen, liegt sein Hauptnutzen in der Stabilisierung des Ökosystems Boden. Es bildet dichte Polster, die Feuchtigkeit halten und so die Lebensbedingungen für die Bodenfauna (Gesamtheit der im Boden lebenden Tiere) verbessern. Damit legst du den Grundstein für ein gesundes Bodenleben, von dem später auch andere heimische Pflanzen profitieren.
Das Wetteranzeigende Drehmoos wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Gefäßpflanzen, da die moostypische Wuchsform im Garten sehr charakteristisch ist.
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Das Wetteranzeigende Drehmoos ist ein Spezialist für Flächen, an denen andere Pflanzen kaum Halt finden.
Standort: Es bevorzugt lichte, offene Plätze auf kalkhaltigem oder neutralem Untergrund.
Boden: Besonders wohl fühlt es sich auf sandiger Erde, in Pflasterfugen oder an Stellen, an denen zuvor Holz verbrannt wurde.
Pflanzzeit: Du kannst Moospolster im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November ansiedeln, solange der Boden offen ist.
Pflege: Es benötigt keinerlei Düngung; zusätzliche Nährstoffe würden eher konkurrenzstarke Gräser fördern und das Moos verdrängen.
Vermehrung: Das Moos verbreitet sich selbstständig über Sporenflug, wenn der Boden ausreichend ungestört bleibt.
Kombination: Eine gute Partnerin ist das Frühlings-Hungerblümchen (Erophila verna), da beide ähnliche Ansprüche an karge, offene Standorte stellen.
Ökologischer Nutzen: Zusammen bilden sie einen stabilen Teppich, der den Boden vor Verschlämmung (Verkleben der Bodenporen durch Regen) bewahrt.
Das Wetteranzeigende Drehmoos gehört zur Familie der Funariengewächse (Funariaceae) und ist in Österreich sowie weiten Teilen Mitteleuropas heimisch. Es besiedelt als Kosmopolit (weltweit vorkommende Art) bevorzugt lückige Stellen, Mauern oder Brandplätze. Ein morphologisches Highlight ist die Seta (der Kapselstiel), die hygroskopisch (auf Feuchtigkeit reagierend) ist und sich bei Trockenheit spiralig verdreht. Die asymmetrischen Kapseln dienen der Vermehrung über Sporen und sind für die Bestimmung der Art wesentlich.
1 Video zu Wetteranzeigendes Drehmoos

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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