Bild folgtKI-generierte IllustrationGagea bohemica
Auch bekannt als: Gagea bohemica
An den leuchtend gelben, sternförmigen Blüten und den fadenförmigen Grundblättern lässt sich der Felsen-Goldstern (Gagea bohemica) sofort erkennen. Er ist eine der ersten Pflanzen, die das Gartenjahr einläuten und oft schon im Februar Farbe zeigen. Da er auf der Roten Liste mit der Stufe 3 geführt wird, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz in Deutschland und Österreich. In deinem Steingarten oder auf Trockenmauern findet dieser seltene Frühlingsbote einen sicheren Rückzugsort. Wenn du ihn pflanzt, förderst du die Vielfalt an Standorten, die heute in der freien Landschaft immer seltener werden. Du machst hier alles richtig, wenn du ihm einen Platz gönnst, an dem er ungestört verwildern darf.
Seltener Frühaufsteher: Ein leuchtender Stern für deinen sonnigen Steingarten.
Diese zierliche Pflanze lebt in einer Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die ihre Wurzeln beim Nährstoffaustausch in kargen Böden unterstützen. Da der Felsen-Goldstern auf der Roten Liste 3 steht, ist er ökologisch besonders wertvoll für den Erhalt der regionalen Artenvielfalt in Deutschland und Österreich. Er besiedelt ökologische Nischen auf extremen Trockenstandorten, die von konkurrenzstärkeren Arten gemieden werden. Als einer der frühesten Blüher stellt er in milden Wintern bereits ab Februar eine wichtige Struktur im Garten dar, während die meisten anderen Pflanzen noch ruhen. Da er als indigen gilt, ist er perfekt an unsere klimatischen Bedingungen angepasst.
Der Felsen-Goldstern ist laut Datenbank nicht kindersicher. Wie viele Vertreter der Liliengewächse (Liliaceae) kann er Inhaltsstoffe enthalten, die bei Verzehr unverträglich sind. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslung mit essbaren Wildkräutern sollte aufgrund des speziellen Standorts und der frühen Blütezeit vermieden werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Apr
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Standort: Der Felsen-Goldstern benötigt vollsonnige Plätze auf Xerothermrasen (warme, trockene Standorte).
Boden: Die Erde muss mager, sehr durchlässig und eher trocken sein; ideal sind sandige oder steinige Untergründe.
Pflanzzeit: Setze die Zwiebeln im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Tiefe: Die kleinen Zwiebeln werden etwa doppelt so tief in die Erde gesetzt, wie sie hoch sind.
Pflege: Nach der Blüte ziehen die Blätter schnell ein; lass diese bitte einfach in Ruhe verwelken und schneide nichts ab.
Düngung: Ein nährstoffarmer Boden ist lebensnotwendig; verzichte daher komplett auf mineralischen oder organischen Dünger.
Wasser: Er kommt mit natürlicher Feuchtigkeit aus und benötigt keine zusätzliche Bewässerung; Staunässe führt zu Fäulnis.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich meist langsam über winzige Brutzwiebeln an der Basis der Hauptzwiebel aus.
Kombination: Eine gute Partnerin ist das Frühlings-Hungerblümchen (Draba verna) - beide besiedeln ähnliche karge Offenbodenstellen und ergänzen sich in ihrer frühen Blütezeit.
Der Felsen-Goldstern (Gagea bohemica) gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und zur Gattung der Gelbsterne (Gagea). Er ist in Deutschland und Österreich heimisch und wird als Indigen oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Typisch für diesen kleinen Geophyten (Pflanze, die ungünstige Zeiten durch Speicherorgane im Boden überdauert) ist sein Vorkommen an extremen Standorten wie Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Er bildet kleine Zwiebeln aus und bleibt mit einer Wuchshöhe von wenigen Zentimetern sehr zierlich.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →