Bild folgtKI-generierte IllustrationGagea fistulosa
Auch bekannt als: Gagea fistulosa
An den hohlen, röhrenförmigen Grundblättern lässt sich der Röhren-Gelbstern (Gagea fistulosa) sofort erkennen. Er gehört zu den charakteristischen Frühblühern der Gebirge und bringt mit seinen leuchtend gelben Sternblüten zeitiges Leben in den Garten. Da die Pflanze eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM) (eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, stärkt sie aktiv das biologische Gleichgewicht im Boden. In kühlen Lagen ist dieser Spezialist eine wichtige Nahrungsquelle für die erste Insektenwelt nach dem Winter, auch wenn spezifische Artendaten hierzu noch fehlen. Mit dieser kleinen Zwiebelpflanze holst du dir ein echtes Stück Bergwiese in deine Grünanlage. Schau doch mal, ob du ein passendes, feuchtes Plätzchen für diesen alpinen Boten findest.
Ein hohler Vogel unter den Blumen: Der Röhren-Gelbstern bringt Alpenglück.
Nach aktuellen ökologischen Daten zeichnet sich der Röhren-Gelbstern vor allem durch seine enge Bindung an das Bodenökosystem aus. Er geht eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM) ein, was bedeutet, dass er Nährstoffe mit spezialisierten Bodenpilzen austauscht und so die Vitalität des Bodens fördert. Da er unmittelbar nach der Schneeschmelze blüht, stellt er ein wichtiges Angebot für die frühe Insektenwelt in Gebirgslagen dar. Konkrete Daten zu einzelnen Bestäuberarten oder Schmetterlingsraupen liegen für diese spezifische Art derzeit nicht vor. Sein ökologischer Wert liegt jedoch in seiner Rolle als Pionierpflanze extremer Standorte, wo er zur biologischen Vielfalt und Stabilität des alpinen Lebensraums beiträgt.
Der Röhren-Gelbstern ist nicht kindersicher. Wie viele Vertreter der Liliengewächse (Liliaceae) enthält er Stoffe, die bei Verzehr zu Unverträglichkeiten oder Vergiftungserscheinungen führen können. Achte darauf, dass weder Kinder noch Haustiere Teile der Pflanze oder der Zwiebeln essen. Eine Verwechslung mit essbaren Wildkräutern sollte aufgrund der charakteristischen hohlen Blätter vermieden werden.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wuchsform
Krautige Pflanze
Wähle für den Röhren-Gelbstern einen Standort, der im Frühjahr sonnig und ausreichend feucht ist, etwa in einem Steingarten oder auf einer kurzgrasigen Wiese.
Der Boden sollte nährstoffreich und humos sein, um die Bedingungen einer alpinen Fettwiese nachzuahmen.
Die beste Pflanzzeit ist im Herbst zwischen September und November, solange der Boden noch offen und bearbeitbar ist.
Setze die kleinen Zwiebeln etwa 5 bis 8 Zentimeter tief in die Erde.
Da die Pflanze die arbuskuläre Mykorrhiza (AM) (Zusammenarbeit mit Bodenpilzen) nutzt, verzichte unbedingt auf chemische Dünger, um diese Lebensgemeinschaft zu schützen.
Nach der Blüte im Frühsommer zieht die Pflanze ihre Blätter komplett ein; markiere die Stelle, damit du die Zwiebeln bei der Bodenpflege nicht beschädigst.
Eine Vermehrung erfolgt im Garten meist von selbst über kleine Brutzwiebeln.
Eine zusätzliche Bewässerung ist meist nur in extrem trockenen Frühjahren notwendig.
Gute Partnerin: Die Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum) – beide Arten schätzen die Bodenfeuchte des zeitigen Frühjahrs und ergänzen sich optisch in der Frühlingswiese.
Der Röhren-Gelbstern (Gagea fistulosa) gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und zur Gattung der Gelbsterne (Gagea). Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst vor allem die Hochgebirge wie die Alpen, wo er auf alpinen Rasen und Fettweiden vorkommt. Morphologisch auffällig sind die zwei grundständigen Blätter, die im Gegensatz zu anderen Gelbstern-Arten hohl und fast stielrund geformt sind. Die Pflanze überdauert den Winter mithilfe von zwei Zwiebeln, die in einer gemeinsamen Hülle eingeschlossen sind. Als typischer Vertreter der Gebirgsflora ist er an kühle Temperaturen und eine kurze Vegetationsperiode perfekt angepasst.
3 Videos zu Röhren-Gelbstern



•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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