Bild folgtKI-generierte IllustrationGagea pratensis
Auch bekannt als: Wiesengelbstern, Wiesen-Gelbstern, Wiesen-Goldstern
Artengruppe
An den sechs leuchtend gelben, spitzen Bluetenblaettern, die zusammen einen perfekten Stern bilden, laesst sich der Wiesen-Goldstern (Gagea pratensis) sofort erkennen. Diese zierliche Zwiebelpflanze ist in unseren Breiten heimisch und gilt als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 vom Menschen eingefuehrt wurde). Da er bereits sehr frueh im Jahr blueht, dient er als lebenswichtige erste Nahrungsquelle fuer die erwachende Insektenwelt in deinem Garten. Er bevorzugt sonnige Plaetze auf Rasenflaechen oder in Beeten, wo er sich ueber kleine Brutzwiebeln (Tochterzwiebeln) langsam ausbreitet. Wenn du einen naturnahen Fruehlingsgarten schaetzt, ist dieser kleine Stern ein wunderbarer Fruehstarter. Hol dir diesen bescheidenen Fruehlingsboten zu dir, um die ersten Sonnenstrahlen im Beet einzufangen.
Ein goldener Teppich im Maerz: Der heimische Fruehstarter fuer sonnige Wiesen.
Nach aktuellen Beobachtungen ist der Wiesen-Goldstern ein wertvoller Fruehblueher, der bereits zu einer Zeit Nektar und Pollen bereitstellt, in der das Nahrungsangebot noch sehr spaerlich ist. Da die Pflanze oft schon im Maerz ihre Blueten oeffnet, profitieren besonders jene Bestaeuber, die bei den ersten warmen Sonnenstrahlen ihre Winterquartiere verlassen. Als heimische Art ist er perfekt an den hiesigen Jahresrhythmus angepasst. Die Pflanze bildet mit der Zeit kleine Bestaende, die den Boden im zeitigen Fruehjahr bedecken. Da im vorliegenden Datensatz keine spezifischen Insektenarten gelistet sind, unterstreicht dies seine allgemeine Bedeutung als wichtige Massentracht (Pflanze mit grossem Nahrungsangebot) fuer die fruehe Biodiversitaet. Im Sommer zieht er sich komplett zurueck und macht Platz fuer spaeter bluehende Arten.
Der Wiesen-Goldstern ist nicht kindersicher. Wie viele Vertreter der Liliengewaechse enthaelt er schwach giftige Inhaltsstoffe wie Alkaloide, die bei Verzehr zu Unwohlsein oder Magen-Darm-Beschwerden fuehren koennen. Achte darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile, insbesondere die Zwiebeln, in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Waehle einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte durchlaessig und maessig trocken bis frisch sein (Ellenberg Feuchtezahl 3 bis 4).
Die ideale Pflanzzeit fuer die kleinen Zwiebeln liegt zwischen September und Ende November.
Achte beim Pflanzen darauf, dass der Boden offen und nicht gefroren ist.
Setze die Zwiebeln etwa 5 bis 8 Zentimeter tief in die Erde.
Nach der Bluete im Fruehjahr ziehen die Blaetter vollstaendig ein; schneide sie nicht vorzeitig ab.
Die Pflanze benoetigt die Zeit, um Naehrstoffe fuer das naechste Jahr in der Zwiebel zu speichern.
In Rasenflaechen solltest du erst dann maehen, wenn das Laub des Goldsterns bereits vergilbt ist.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert ueber die natuerliche Bildung von Brutzwiebeln (kleine Tochterzwiebeln).
Da er sehr zierlich ist, sollte er nicht von starkwuechsigen Stauden bedraengt werden.
Gute Partnerin: Die Echte Schluesselblume (Primula veris) - beide teilen sich den fruehen Bluehzeitpunkt und aehnliche Standortanspruche auf sonnigen Wiesenstuecken.
Der Wiesen-Goldstern (Gagea pratensis) gehoert zur Familie der Liliengewaechse (Liliaceae) innerhalb der Ordnung der Lilienartigen (Liliales). In Deutschland, Oesterreich und der Schweiz ist er vor allem in tieferen Lagen auf naehrstoffreichen Boeden verbreitet. Sein typischer Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), Ackerraender oder lichte Gebuesche. Morphologisch zeichnet er sich als Geophyt (Pflanze, die unguenstige Zeiten unter der Erde ueberdauert) durch zwei ungleich grosse Nebenzwiebeln aus, die gemeinsam von einer braunen Haut umschlossen sind.
3 Videos zu Wiesen-Goldstern (Artengruppe)



•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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