Bild folgtKI-generierte IllustrationGaleopsis pubescens × speciosa
Auffällig sind die zweilippigen Blüten dieses Bastard-Hohlzahns, die durch die Kreuzung oft ein interessantes Farbspiel zwischen Gelb und Violett zeigen. Als natürliche Hybride (Kreuzung zweier Arten) ist diese Pflanze ein spannendes Zeugnis der Evolution für deinen Garten. Da sie ursprünglich in Rumänien beheimatet ist, bringt sie eine Prise osteuropäischer Wildnis in naturnahe Strukturen. Du förderst mit ihr die botanische Vielfalt, da solche Kreuzungen oft Nischen besetzen, die von den Elternarten allein nicht genutzt werden. Wenn du Freude an botanischen Seltenheiten hast, ist dieser Hohlzahn eine wunderbare Ergänzung für deine Pflanzensammlung.
Botanische Rarität aus Rumänien: Einzigartige Farben für Entdecker-Gärten.
Da für diesen spezifischen Hybrid aktuell keine detaillierten Beziehungsdaten zu Bestäubern vorliegen, lässt sich seine Rolle im Ökosystem vor allem durch seine Zugehörigkeit zu den Lippenblütlern ableiten. In seinem Herkunftsland Rumänien ist er ein fester Bestandteil der dortigen Flora und trägt zur genetischen Diversität bei. Durch seine Seltenheit im Garten bietet er eine besondere Ressource für Insekten, die auf die Gattung Hohlzahn spezialisiert sind. Die Pflanze dient als Nektarquelle in den Sommermonaten und bereichert das Nahrungsangebot für Fluginsekten. Die Ausbildung von Samen sorgt zudem für ein natürliches Reservoir im Boden, das die Beständigkeit der Art sichert.
Die Pflanze ist nicht kindersicher. Dies liegt an den steifen, fast stacheligen Haaren am Stängel, die bei empfindlicher Haut Reizungen verursachen können. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, dennoch solltest du bei der Gartenarbeit vorsichtshalber Handschuhe tragen, um Hautirritationen durch die Behaarung zu vermeiden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Suche für diesen Hohlzahn einen Platz im lichten Halbschatten, idealerweise an einem Gehölzrand.
Der Boden sollte humos (reich an zersetztem organischem Material) und gleichmäßig frisch sein.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in die Erde, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze einjährig ist, solltest du die verblühten Triebe im Herbst stehen lassen, damit sie sich versamen kann.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Selbstaussaat an Ort und Stelle.
Achte darauf, dass der Standort nicht vollkommen austrocknet, da die Pflanze empfindlich auf Wassermangel reagiert.
Eine zusätzliche Düngung ist meist nicht erforderlich, eine Schicht Kompost im Frühjahr unterstützt jedoch die Vitalität.
Gute Partnerin: Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) - beide Arten kommen in ähnlichen Lebensräumen vor und ergänzen sich gut im Unterwuchs von Sträuchern.
Der Bastard-Hohlzahn (Galeopsis pubescens × speciosa) ist ein Angehöriger der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) in der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Er ist eine natürliche Kreuzung aus dem Weichen Hohlzahn (Galeopsis pubescens) und dem Bunten Hohlzahn (Galeopsis speciosa) und ist in Rumänien heimisch. Die Pflanze wächst meist einjährig und zeichnet sich durch die für die Gattung typischen verdickten Nodien (Stängelknoten) aus. Morphologisch vereint sie Merkmale beider Elternteile, was sich besonders in der variablen Form der zygomorphen (spiegelbildlich symmetrischen) Blüten zeigt.
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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