Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium aparine agg.
Artengruppe
Unverwechselbar ist das Kletten-Labkraut durch seine langen, schlaffen Triebe, die mit unzähligen kleinen Widerhaken besetzt sind und bei Berührung sofort an Kleidung oder Tierfell haften bleiben. In deinem Garten ist diese heimische Art ein Zeichen für einen nährstoffreichen Boden und ein natürliches Ökosystem. Auch wenn es oft als störend empfunden wird, gehört es als fester Bestandteil zur mitteleuropäischen Flora und stabilisiert das biologische Gleichgewicht in Heckenbereichen. Es zeigt dir genau an, wo viel Stickstoff im Boden vorhanden ist. Wenn du einen Platz in einer wilden Ecke für es findest, tust du etwas für die Artenvielfalt. Schau dir doch einmal an, wie geschickt es selbst an glatten Halmen emporrankt.
Heimischer Kletterkünstler: Das Kletten-Labkraut als natürlicher Stickstoffzeiger.
Das Kletten-Labkraut ist eine indigene (einheimische) Art, die schon seit Jahrhunderten als Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Pflanze) Teil unserer Natur ist. Es dient im Garten als wichtiger Zeiger für Stickstoffreichtum und trägt zur Strukturvielfalt bei. Da für diese Art keine spezifischen Beziehungsdaten zu Insekten in der Datenbank vorliegen, bleibt seine Rolle als Futterpflanze für spezialisierte Bestäuber hier unerwähnt. Fest steht jedoch, dass seine Samen durch ihre mechanische Klettwirkung eine interessante Form der Ausbreitung nutzen. In einem naturnahen Garten bietet das dichte Geflecht der Triebe Schutz und Deckung für bodennah lebende Kleintiere.
Die Pflanze ist nicht als kindersicher eingestuft, da die Widerhaken an Stängeln und Blättern bei empfindlicher Haut zu Reizungen führen können. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Das Kletten-Labkraut selbst ist ungiftig, kann aber durch seine Klettwirkung mechanisch irritieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Das Kletten-Labkraut ist äußerst anspruchslos und siedelt sich meist von selbst an, wenn der Boden nährstoffreich ist.
Standort: Bevorzugt halbschattige bis schattige Plätze, etwa unter Sträuchern oder am Zaun.
Boden: Er gedeiht am besten auf frischen bis feuchten Böden mit hohem Stickstoffgehalt.
Pflanzzeit: Eine Aussaat ist zwischen März und Mai oder im Herbst möglich, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Da es sehr wüchsig ist, solltest du es im Zaum halten, damit es schwächere Nachbarpflanzen nicht überwuchert.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich sehr effizient über ihre klettenden Samen, die durch Tiere oder Kleidung verteilt werden.
Schnitt: Ein Rückschnitt ist vor der Samenreife ratsam, wenn du eine weitere Ausbreitung verhindern möchtest.
Kombination: Gute Partnerin ist die Große Brennnessel (Urtica dioica) – beide teilen ähnliche Standortansprüche an stickstoffreiche Saumgesellschaften (Pflanzengemeinschaften an Wald- oder Wegrändern) und ergänzen sich in ihrer robusten Natur.
Das Kletten-Labkraut (Galium aparine agg.) gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist in unserer Region weit verbreitet. Man findet es typischerweise in Hecken, an Waldrändern oder auf sogenannten Schuttfluren (Flächen mit lockerem Gestein oder Bodenstörungen). Die Blätter stehen in Quirlen, was bedeutet, dass mehrere Blätter sternförmig auf einer Ebene am Stängel ansetzen. Als einjähriger Therophyt (eine Pflanze, die den Winter nur als Samen überdauert) wächst es in einer Saison extrem rasant und verbreitet sich durch seine klebrigen Früchte.
1 Video zu Kletten-Labkraut (Artengruppe)

•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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