Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium tricornutum
An den markant nach unten gebogenen Fruchtstielen lässt sich das Dreihörnige Labkraut (Galium tricornutum) sofort erkennen. Diese einjährige Wildpflanze ist ein seltener Kulturbegleiter und gilt mit dem Status Rote Liste 2 als stark gefährdet, da sie auf modernen Äckern kaum noch Platz findet. In deinem Garten leistest du einen echten Beitrag zum Artenschutz, wenn du diesem besonderen Archäophyten (eine vor 1492 eingeführte Pflanzenart) eine Heimat bietest. Da für diese Art aktuell keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, ist sie ein spannendes Beobachtungsobjekt für neugierige Naturfreunde. Du wirst sehen, wie die kleinen, weißen Blütensterne trotz ihrer Unscheinbarkeit Ruhe und Beständigkeit in deine Beete bringen. Mit der Ansiedlung dieser Rarität holst du dir ein Stück lebendige Agrargeschichte direkt vor die Haustür.
Rettungsanker für eine Seltenheit: Hol dir ein Stück Rote Liste in den Garten.
Da für das Dreihörnige Labkraut (Galium tricornutum) keine spezifischen Beziehungsdaten zu Insekten in unserer Datenbank vorliegen, übernimmt die Pflanze vor allem eine wichtige Rolle als Überlebenskünstler der Biodiversität. Als Art der Roten Liste 2 ist sie in der freien Landschaft fast verschwunden und findet in naturnahen Gärten ein letztes Refugium. Die Samenreife im Spätsommer bietet ein potenzielles Nahrungsangebot für am Boden suchende Vogelarten. Insekten nutzen Labkräuter generell oft als Versteck oder zur Eiablage, wobei hier mangels Daten eigene Beobachtungen am wertvollsten sind. Dein Garten wird durch diese Pflanze zu einem Trittsteinbiotop für bedrohte Flora. Jedes blühende Exemplar sichert den Fortbestand einer Art, die unsere Kulturlandschaft seit Jahrhunderten begleitet.
Das Dreihörnige Labkraut (Galium tricornutum) wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schwere Giftigkeit bekannt ist, können die kleinen Widerhaken an den Stängeln bei intensivem Hautkontakt Reizungen verursachen. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten, dennoch sollten Kleinkinder nicht mit der Pflanze spielen oder Teile davon verzehren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.35 m
Wähle für die Aussaat einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Die Pflanze bevorzugt trockene Standorte und verträgt keine Staunässe.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem Gartenboden bestens zurecht.
Eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich und könnte die seltene Art eher verdrängen.
Die ideale Pflanzzeit oder Aussaat liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Da das Labkraut einjährig ist, muss es sich jedes Jahr über Samen neu aussäen.
Lasse die Pflanzen nach der Blüte unbedingt stehen, bis die Samen vollständig ausgereift und abgefallen sind.
Halte den Boden in der Nähe der Pflanze leicht offen, damit die Samen im Folgejahr guten Bodenkontakt finden.
Gute Partnerin: Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) – beide sind heimische Ackerwildkräuter, die sonnige, trockene Standorte lieben und gemeinsam ein nostalgisches Bild vermitteln.
Das Dreihörnige Labkraut (Galium tricornutum) gehört zur Gattung der Labkräuter und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als Archäophyt heimisch. Es besiedelt bevorzugt sonnige Standorte auf trockenen Böden mit mittlerem Nährstoffgehalt. Die Pflanze zeichnet sich durch ihren niederliegenden oder kletternden Wuchs aus, wobei der vierkantige Stängel mit rückwärts gerichteten Stacheln versehen ist. Besonders charakteristisch sind die Früchte, die an hakenförmig abwärts gekrümmten Stielen sitzen und meist zu dritt in den Blattachseln angeordnet sind.
1 Video zu Dreihörniges Labkraut

•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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