Bild folgtKI-generierte IllustrationGallinago gallinago
Auch bekannt als: Himmelsziege
Die Bekassine (Gallinago gallinago) erkennst du an ihrem auffällig langen Schnabel, dem braun gemusterten Tarngefieder mit hellen Längsstreifen und dem meckernden Geräusch, das sie bei Balzflügen mit ihren Schwanzfedern erzeugt. Als spezialisierter Insektenfresser sucht sie im weichen Schlamm nach Wirbellosen, wobei sie ihren Schnabel wie eine Pinzette einsetzt. Dieser Vogel ist ein Bodenbrüter (nistet direkt auf der Erde), der für sein Nest gut versteckte, feuchte Mulden in hohem Gras bevorzugt. In unseren Breiten zieht sie meist als Kurzstreckenzieher (wandert über geringe Distanzen) im Winter in mildere Regionen ab. Du wirst sie im Garten nur antreffen, wenn du über sehr feuchte Wiesenabschnitte oder naturnahe Uferzonen verfügst. Um ihr zu helfen, solltest du Moore oder Sumpfstellen im Garten unbedingt erhalten und auf Entwässerungsmaßnahmen verzichten. Da sie sehr störungsempfindlich ist, benötigt sie ruhige Gartenbereiche ohne häufigen menschlichen Durchgang. Eine künstliche Zufütterung ist bei dieser Art nicht möglich, da sie ihre Nahrung ausschließlich im feuchten Boden sucht. Der beste Artenschutz ist hier das Bewahren von nassen, unversiegelten Bodenflächen.
Die Bekassine ist streng geschützt und ihre Bestände sind aufgrund schwindender Lebensräume stark rückläufig. Da sie als Bodenbrüter extrem empfindlich auf Störungen reagiert, dürfen potenzielle Brutgebiete im Frühjahr nicht betreten werden. Eine Verwechslung ist mit der selteneren Zwergschnepfe möglich.
Taxonomisch gehört die Bekassine zur Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Eurasiens, wobei sie als Charaktervogel feuchter Niederungen und Moore gilt. Die Lebensweise ist eng an wassergesättigte Böden gebunden, in denen sie mit ihrem hochempfindlichen Schnabel tastend Nahrung findet. Von der verwandten Waldschnepfe (Scolopax rusticola) unterscheidet sie sich durch die hellen Längsstreifen auf dem Rücken und den bevorzugten offenen Lebensraum.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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