Bild folgtKI-generierte IllustrationGeranium purpureum
Auch bekannt als: Purpurner Stink-Storchschnabel
Mit ihren oft rötlich überlaufenen Stängeln und den zierlichen, rosafarbenen Blüten fällt der Purpur-Storchschnabel (Geranium purpureum) sofort auf. Du holst dir damit einen robusten Überlebenskünstler in den Garten, der besonders an sonnigen, trockenen Stellen prächtig gedeiht. Da er von Mai bis September kontinuierlich blüht, stellt er über viele Monate hinweg ein verlässliches Angebot in deinem Ökosystem dar. Die Pflanze besetzt als Neophyt (Pflanzenart, die nach 1492 bei uns eingewandert ist) ökologische Nischen, in denen es anderen Arten oft zu trocken ist. Wenn du einen pflegeleichten Lückenfüller für warme Gartenbereiche suchst, ist dieser Storchschnabel eine gute Wahl für dich.
Robuster Dauerblüher: Fünf Monate Blühkraft für sonnige Trockenstellen.
Nach aktuellen Standortdaten bietet der Purpur-Storchschnabel eine bemerkenswert lange Blütezeit von Mai bis September. Da er als trockenheitsliebende Art auch in Hitzeperioden stabil bleibt, sichert er das Nahrungsangebot an Standorten, an denen viele andere Wildblumen bereits vertrocknet sind. Er besiedelt bevorzugt Offenböden und Schotterstellen, was ihn zu einem wichtigen Bestandteil der Pionierflora (Pflanzen, die als erste neue Lebensräume besiedeln) macht. Auch wenn für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäuberlisten vorliegen, fördert seine Anwesenheit die allgemeine Diversität in trocken-warmen Gartenbereichen.
Der Purpur-Storchschnabel wird als nicht kindersicher eingestuft. Es ist ratsam, die Pflanze nicht in unmittelbarer Reichweite von Spielbereichen für Kleinkinder zu setzen, um einen versehentlichen Verzehr oder Kontaktreizungen zu vermeiden. Im Vergleich zu anderen Gartenpflanzen sind jedoch keine schweren Vergiftungsfälle bekannt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.29 m
Wähle für den Purpur-Storchschnabel einen vollsonnigen Platz aus, da er Wärme und Licht liebt.
Der Boden sollte trocken bis mäßig feucht sein; als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt er mit normaler Gartenerde ohne zusätzliche Düngung bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Gießen ist nur in extremen Trockenphasen bei der Neupflanzung nötig, da die Art sehr trockenheitsresistent ist.
Die Vermehrung erfolgt meist unkompliziert durch Selbstaussaat, wodurch er im Garten wandern kann.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, du kannst vertrocknete Pflanzenteile aber im Spätwinter entfernen.
Achte darauf, dass keine Staunässe entsteht, da die Wurzeln sonst Schaden nehmen.
Gute Partnerin: Die Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich hervorragend in ihren Wuchsformen.
Der Purpur-Storchschnabel gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). In Deutschland und Österreich gilt er als etablierter Neophyt, der vor allem trocken-warme Standorte auf mäßig nährstoffreichen Böden besiedelt. Charakteristisch sind seine tief fiederschnittigen Blätter (tief eingeschnittene Blattspreiten) und die kleinen Blüten, die meist paarweise an den Trieben sitzen. Morphologisch ähnelt er dem Ruprechtskraut, bleibt aber oft zierlicher und zeigt eine deutlichere Purpurfärbung an den Achsen.
3 Videos zu Purpur-Storchschnabel



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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