Bild folgtKI-generierte IllustrationGeranium robertianum agg.
Artengruppe
Schon von weitem faellt der Stinkende Storchschnabel durch seine oft rötlich überlaufenen Stängel und die fein zerteilten Blätter auf. Er ist ein wertvoller Lückenfüller für schattige Gartenbereiche und zeigt dir verlässlich an, wo der Boden besonders nährstoffreich ist. Da er sich willig selbst aussät, wandert er durch den Garten und schließt kahle Stellen unter Gehölzen ganz von allein. Du kannst ihn einfach gewähren lassen, denn er lässt sich bei Bedarf aufgrund seiner flachen Wurzeln sehr leicht wieder entfernen. Schau dir die kleinen rosa Blüten einmal aus der Nähe an – sie sind wahre Kunstwerke für naturnahe Gartenecken.
Robuster Schattenkünstler: Die unkomplizierte Art für lebendige Gartenecken.
Als heimische Art ist dieser Storchschnabel fest in unser regionales Ökosystem eingebunden. Er bietet in schattigen Lagen, in denen viele andere Blütenpflanzen versagen, ein wichtiges Angebot an Nektar und Pollen für die lokale Insektenwelt. Da er als Indigen oder Archäophyt eingestuft ist, hat er eine jahrtausendelange gemeinsame Entwicklungsgeschichte mit unserer Tierwelt hinter sich. Er besetzt eine wichtige ökologische Nische als bodendeckender Nährstoffzeiger in Säumen und Waldrändern. Auch wenn keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, sichert er die Biodiversität in den dunkleren Winkeln deines Gartens.
Die Datenbank stuft die Pflanze als nicht kindersicher ein. Auch wenn sie nicht als klassische Giftpflanze bekannt ist, können die enthaltenen ätherischen Öle bei empfindlichen Personen oder Hautkontakt und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung Irritationen auslösen. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist wegen des markanten Geruchs und der typischen Blattform unwahrscheinlich.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.28 m
Im Garten fühlt sich diese Pflanze im Halbschatten am wohlsten. Sie bevorzugt einen frischen (mäßig feuchten) Standort, der nicht komplett austrocknen sollte. Da sie zu den Starkzehrern (Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf) gehört, liebt sie einen nährstoffreichen/fetten Boden.
Pflanzzeit: Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Einmal etabliert, sorgt die Pflanze durch Selbstaussaat für ihren Fortbestand. Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich.
Vermehrung: Er übernimmt die Aussaat selbst, kann aber auch durch Teilen der Rosetten im Frühjahr vermehrt werden.
Gute Partnerin ist die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata). Beide teilen sich die Vorliebe für nährstoffreiche Schattenplätze und bilden gemeinsam eine natürliche Saumgesellschaft (Pflanzengemeinschaft am Rand von Gehölzen).
Der Stinkende Storchschnabel gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er als alteingesessene Art (Indigen / Archäophyt) weit verbreitet und besiedelt bevorzugt schattige Waldränder, Hecken und Mauern. Er ist morphologisch (gestaltlich) gut an seinen drüsigen, behaarten Stängeln und dem intensiven Geruch der Blätter beim Zerreiben zu erkennen. Die Art wird in der Botanik oft als Artengruppe zusammengefasst, da sie in verschiedenen kleinräumigen Unterarten vorkommen kann.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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