Bild folgtKI-generierte IllustrationGeum montanum
Auch bekannt als: Berg-Petersbart
Typisch für die Berg-Nelkenwurz (Geum montanum) sind ihre leuchtend gelben Schalenblüten, die wie kleine Sonnen über den behaarten Blattrosetten stehen. Wer diese Pflanze einmal in den Alpen gesehen hat, vergisst den Anblick der flach wachsenden Schönheit nicht. Da sie als Indigene (einheimische Art) bei uns beheimatet ist, passt sie hervorragend in naturnahe Steingärten oder alpine Pflanzungen. Sie dient als wichtige Nahrungsquelle für Gebirgs-Insekten, die auf kargen Standorten auf ein verlässliches Nektarangebot angewiesen sind. Mit der Berg-Nelkenwurz holst du dir ein echtes Stück unberührte Natur in deinen Garten. Probiere es aus und beobachte, wie das Leben in deine Steinritzen einkehrt.
Goldener Alpen-Charme für magere Standorte: Robust, winterhart und authentisch.
In der alpinen Welt übernimmt die Berg-Nelkenwurz eine zentrale Rolle als Versorger für spezialisierte Bestäuber. Die flachen Schalenblüten sind so aufgebaut, dass der Nektar für viele Insektengruppen leicht zugänglich ist. Besonders Schwebfliegen und verschiedene Wildbienen nutzen das Angebot in den oft kargen Höhenlagen. Die fedrigen Samenstände, die nach der Blüte entstehen, sind nicht nur dekorativ, sondern dienen auch kleinen Tieren als Material für den Nestbau. Da sie auf mageren Böden gedeiht, fördert sie die Biodiversität an Standorten, an denen wüchsige Allerweltspflanzen keine Chance haben. Sie ist somit ein wichtiger Baustein für das ökologische Gleichgewicht in Steingärten.
Die Berg-Nelkenwurz wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden sollte. In der Regel besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten im Garten. Dennoch enthält die Pflanze Gerbstoffe, die bei Verzehr oder empfindlicher Haut zu Reizungen führen können. Ein verantwortungsbewusster Umgang beim Einpflanzen wird empfohlen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Wähle für die Berg-Nelkenwurz einen vollsonnigen Standort, um die volle Blütenpracht zu fördern. Der Boden sollte 'frisch' sein, was bedeutet, dass er eine gleichmäßige Grundfeuchte aufweist, aber keine Staunässe bildet. Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen mageren Boden; vermeide daher unbedingt die Düngung oder den Einsatz von nährstoffreicher Blumenerde. Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen und bearbeitbar ist.
Achte darauf, dass konkurrenzstarke Nachbarn die niedrige Rosette nicht überwuchern.
Der Boden sollte eher kalkarm und gut durchlässig sein.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die verblühten Stände im Winter Struktur bieten.
Gute Partnerin: Die Arnika (Arnica montana) – beide teilen die Vorliebe für saure, magere Gebirgsböden und ergänzen sich optisch hervorragend in einer alpinen Pflanzengesellschaft.
Die Berg-Nelkenwurz gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine charakteristische Art der europäischen Hochgebirge. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Borstgrasrasen (saure, magere Gebirgswiesen) und alpine Matten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Pflanze wächst ausdauernd und bildet kurze, kräftige Rhizome (Wurzelstöcke) aus, aus denen die grundständigen, gefiederten Blätter entspringen. Ein besonderes Merkmal ist der Griffel, der sich nach der Befruchtung streckt und der Frucht ein fedriges Aussehen verleiht, was die Windausbreitung begünstigt.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →