Bild folgtKI-generierte IllustrationGlaucidium passerinum (Linnaeus, 1758)
Auch bekannt als: Glaucidium passerinum passerinum, Sperlingskauz
Linnaeus, 1758
Der Sperlingskauz (Glaucidium passerinum) ist mit der Größe eines Stars unsere kleinste Eule und fällt durch sein braun-grau gesprenkeltes Gefieder sowie seinen rhythmischen Ruf auf. Du kannst ihn oft in der Dämmerung beobachten, wie er auf Baumwipfeln sitzt und nach Beute Ausschau hält. Als Greifvogel ernährt er sich primär von kleinen Vögeln und Kleinsäugern. Dieser Vogel ist ein Standvogel (ein Tier, das im Winter nicht in den Süden zieht) und bleibt das ganze Jahr über in seinem Revier in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Für die Aufzucht seiner Jungen nutzt er bevorzugt Baumhöhlen (natürliche oder von Spechten gezimmerte Löcher in Baumstämmen). In Deinem Garten kannst Du ihn unterstützen, indem Du alte Bäume mit Höhlenstrukturen erhältst. Spezielle Nistkästen können ebenfalls helfen, wenn natürliche Höhlen fehlen. Da er ein Ansitzjäger (ein Jäger, der von einer festen Position aus auf Beute wartet) ist, profitiert er von freien Sichtachsen in Deinem Garten. Achte darauf, dass Du in der Nähe potenzieller Brutplätze keine störenden Arbeiten durchführst. Eine strukturreiche Umgebung bietet ihm und seinen Beutetieren einen idealen Lebensraum. Im Februar kannst Du mit etwas Glück bereits seine ersten Balzrufe vernehmen.
Der Sperlingskauz ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Es ist verboten, die Tiere während der Brutzeit an ihren Höhlen zu stören oder diese zu beschädigen. Aufgrund seiner geringen Größe besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit Singvögeln, weshalb Du Beobachtungen stets mit ausreichendem Abstand durchführen solltest.
Der Sperlingskauz gehört zur Familie der Echten Eulen (Strigidae) und ist die kleinste Eulenart in Europa. Sein Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Nord- und Mitteleuropas, wobei er besonders in nadelholzreichen Bergwäldern und zunehmend in parkähnlichen Landschaften heimisch ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Eulen ist diese Art tag- und dämmerungsaktiv (während des Tages und der Zwielichtstunden wach). Er lässt sich vom größeren Steinkauz durch seine geringe Größe und den verhältnismäßig kleinen Kopf unterscheiden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →