Bild folgtKI-generierte IllustrationGlyceria fluitans
Auch bekannt als: Glycérie Flottante, Manna-Schwaden, Entengras, Flutender Schwaden, Flutendes Süssgras, Grütz-Schwaden
Artengruppe
Mit ihren schmalen, flutenden Blättern fällt der Flutende Schwaden (Glyceria fluitans) sofort auf, besonders wenn diese wie grünes Haar auf der Wasseroberfläche liegen. In deinem Garten ist dieses Gras eine wertvolle Bereicherung für feuchte Stellen oder den Rand eines Naturteichs, da es den Boden festigt und wichtige Strukturen in Ufernähe schafft. Weil die Art hier heimisch ist, fügt sie sich perfekt in die regionale Ökologie ein und bietet Lebensraum für Kleinstlebewesen am Wasser. Wenn du eine nasse Senke oder einen Uferbereich naturnah gestalten möchtest, machst du mit diesem robusten Gras alles richtig.
Heimische Uferbefestigung: Das robuste Gras für lebendige Teichränder.
Der Flutende Schwaden geht eine Verbindung mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (eine Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln zur besseren Nährstoffaufnahme) ein, was die Bodenstabilität in feuchten Zonen verbessert. Das dichte Blattwerk bietet in Teichnähe wertvollen Unterschlupf für Amphibien und andere Kleinstlebewesen. Da die Pflanze windbestäubt ist, liegt ihr ökologischer Schwerpunkt eher auf der Schaffung von Lebensraumstruktur als auf der Nektarproduktion. Als heimische Art trägt sie zur biologischen Vielfalt und zum Erosionsschutz (Schutz vor Abtragung von Boden) an Wasserläufen bei.
Der Flutende Schwaden wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt nicht an Giftstoffen, sondern an den teils scharfen Blatträndern, die bei unvorsichtigem Kontakt zu kleinen Schnittverletzungen führen können. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wasserpflanzen ist aufgrund der typischen Grasstruktur unwahrscheinlich. Die Pflanze ist ansonsten ungiftig.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.57 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz für dieses Gras.
Boden: Die Pflanze benötigt dauerhaft feuchten bis nassen Boden. Sie zählt zu den Mittelzehrern (benötigt eine normale Nährstoffversorgung) und kommt mit üblicher Gartenerde an Wasserstellen gut zurecht.
Pflanzzeit: Setze das Gras idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Die Art ist sehr pflegeleicht; ein Rückschnitt der vertrockneten Halme kann im späten Winter erfolgen.
Vermehrung: Sie breitet sich durch ihre Ausläufer meist von selbst aus.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides). Beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich optisch durch das grüne Blattwerk des Grases und die blauen Blüten des Vergissmeinnichts, während sie gemeinsam den Uferbereich stabilisieren.
Der Flutende Schwaden gehört zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Gräben, Teiche und wechselfeuchte Standorte. Da es sich um eine Artengruppe handelt, umfasst sie mehrere sehr ähnliche Formen, die alle einen kriechenden Wurzelstock (Rhizom) und lockere Rispenblütenstände (verzweigte Blütenstände) ausbilden. Als indigen (ursprünglich einheimisch) eingestuft, ist die Pflanze ein fester Bestandteil unserer heimischen Gewässerlandschaften.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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