Bild folgtKI-generierte IllustrationGnaphosa badia (L.Koch, 1866)
Die Gebirgsplattbauchspinne (Gnaphosa badia) ist ein flinker Bodenbewohner, der sich durch einen eher flachen Körperbau und eine meist dunkle, unauffällige Färbung auszeichnet. Als typische Vertreterin der Plattbauchspinnen (Gnaphosidae) verzichtet sie auf den Bau von Fangnetzen (Radnetzen) und verlässt sich stattdessen auf ihre aktive Jagdstrategie. In Deinem Garten hält sie sich bevorzugt in der bodennahen Krautschicht (Pflanzenbereich bis etwa 30 Zentimeter Höhe) oder unter Steinen und Totholz auf. Dort geht sie nachts auf die Suche nach Beutetieren wie kleinen Insekten oder anderen Gliederfüßern (Arthropoden). In Deinem ökologischen Gefüge übernimmt sie eine wichtige Rolle bei der Regulation von Bodenbewohnern, die sonst Deine Pflanzen schädigen könnten. Damit sie sich bei Dir wohlfühlt, solltest Du Strukturen wie Steinhaufen oder eine natürliche Bodenstreu (Schicht aus abgefallenem Laub) erhalten. Das Belassen von ungestörten Ecken im Garten bietet ihr den nötigen Rückzugsort für den Tag. Als Nützling im Garten ist sie ein hilfreicher Mitbewohner, den man aufgrund seiner nächtlichen Lebensweise nur selten zu Gesicht bekommt. Da sie heimisch (indigen) ist, passt sie perfekt in ein naturnahes Gartenkonzept.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und zeigt kein aggressives Verhalten. Ihre Giftklauen (Cheliceren) sind in der Regel nicht kräftig genug, um die menschliche Haut zu durchdringen.
Die Gebirgsplattbauchspinne gehört zur Familie der Plattbauchspinnen (Gnaphosidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz, wobei sie als heimische (autochthone) Art gilt. Innerhalb der Gattung Gnaphosa ist sie an ein Leben in kühleren Regionen angepasst. Sie lebt räuberisch und ist auf eine intakte Bodenfauna angewiesen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →