Bild folgtKI-generierte IllustrationGnaphosa nigerrima L.Koch, 1877
Die Sumpfplattbauchspinne (Gnaphosa nigerrima) ist eine unauffällig dunkel gefärbte Jägerin mit einem charakteristisch abgeflachten Körper. Als Mitglied der Plattbauchspinnen baut sie keine klassischen Radnetze, sondern verlässt sich auf ihre Agilität. Sie nutzt die Strategie der aktiven Jagd und streift vorwiegend nachts umher, um Beutetiere am Boden zu erbeuten. Ihr bevorzugtes Habitat (Lebensraum) umfasst feuchte Areale, was sie zu einer spezialisierten Bewohnerin naturnaher Gärten macht. In deinem Garten übernimmt sie die Rolle eines nützlichen Insektenfressers und reguliert bodenbewohnende Gliedertiere (Tiere mit Gliedmaßen und Außenskelett). Da sie räuberisch lebt, trägt sie wesentlich zum ökologischen Gleichgewicht bei, ohne die Pflanzen direkt zu beeinflussen. Du kannst dieses nützliche Tier fördern, indem du Strukturen wie Totholz oder Laubschichten im Garten belässt. Solche Rückzugsorte dienen ihr als Tagesversteck, in denen sie kleine Gespinstsäcke als Ruhequartier anlegt. Es ist nicht nötig, Netze zu entfernen, da diese Spinne keine störenden Fanggewebe in der Krautschicht (Pflanzenbereich über dem Boden) errichtet. Ein achtsamer Umgang mit feuchten Gartenbereichen sichert das Überleben dieser heimischen Art.
Die Sumpfplattbauchspinne ist für den Menschen vollkommen harmlos und zeigt kein aggressives Verhalten. Ihre Kieferklauen (Chelizeren) sind nicht kräftig genug, um die menschliche Haut zu durchdringen. Es besteht also kein Grund zur Sorge, wenn du sie bei der Gartenarbeit entdeckst.
Diese Spinne gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und wird innerhalb der Familie der Plattbauchspinnen (Gnaphosidae) geführt. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien, wobei sie als heimisch gilt. Die Tiere zeichnen sich durch eine bodennahe Lebensweise aus und sind an feuchte Standorte angepasst. Typisch für die Gattung Gnaphosa ist die nächtliche Lebensweise ohne den Einsatz von Fangnetzen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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