
Crocus flavus
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An seinen leuchtend goldgelben Blüten, die wie kleine Kelche aus der oft noch winterlichen Erde ragen, lässt sich der Gold-Krokus (Crocus flavus) sofort erkennen. Er ist eine der ersten wichtigen Nahrungsquellen in deinem Garten und bietet der Honigbiene (Apis mellifera) an sonnigen Februartagen lebensnotwendigen Nektar. Da er eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Bodenpilzen) eingeht, ist er besonders widerstandsfähig. Wenn du ihn an einen sonnigen Platz setzt, verwildert er über die Jahre und bildet prachtvolle Blütenteppiche. Mit diesem Frühblüher machst du alles richtig, um das Insektenjahr in deinem Garten aktiv zu unterstützen.
Goldgelber Startschuss: Die erste lebenswichtige Tankstelle für deine Honigbienen.
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Der ökologische Wert des Gold-Krokus liegt vor allem in seiner frühen Blütezeit ab Februar. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er eine lebenswichtige erste Tankstelle für die Honigbiene (Apis mellifera), die bei milden Temperaturen sofort nach Energie sucht. Da die Pflanze über eine Arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose mit Pilzen) verfügt, fördert sie die biologische Aktivität im Boden deines Gartens. In einer Zeit, in der das Nahrungsangebot für Insekten noch extrem knapp ist, sichert er das Überleben der ersten Ausflügler. Auch wenn Daten zu speziellen Wildbienen fehlen, profitieren alle früh fliegenden Bestäuber von diesem Angebot. Er ist somit ein unverzichtbarer Baustein für ein funktionierendes Ökosystem im Siedlungsraum.
Bitte beachte, dass der Gold-Krokus nicht kindersicher ist. Alle Pflanzenteile sind bei Verzehr giftig und können Unwohlsein oder Hautreizungen hervorrufen. Achte im Frühjahr auf die Abgrenzung zur Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale), deren Blätter zur gleichen Zeit austreiben, aber deutlich breiter und kräftiger sind.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Apr
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Wähle für den Gold-Krokus einen vollsonnigen Standort, damit sich die Blüten bei den ersten Sonnenstrahlen weit öffnen.
Der Boden sollte gut durchlässig und mäßig trocken bis frisch sein; Staunässe verträgt die Knolle gar nicht.
Die beste Pflanzzeit ist im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen und nicht gefroren ist.
Setze die Knollen etwa 5 bis 8 Zentimeter tief in die Erde, idealerweise in kleinen Gruppen.
Im Frühling nach der Blüte ist es wichtig, das grüne Laub stehen zu lassen, bis es von selbst gelb wird und vertrocknet.
In dieser Zeit zieht die Pflanze die Nährstoffe zurück in die Knolle für das nächste Jahr.
Eine Vermehrung findet durch Tochterknollen im Boden statt, wodurch dichte Bestände entstehen.
Eine zusätzliche Düngung ist in normalem Gartenboden meist nicht erforderlich.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – beide teilen den sonnigen Standort und ergänzen sich hervorragend als frühe Insektenweiden.
Der Gold-Krokus (Crocus flavus) gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als typischer Geophyt (Pflanze, die den Winter unterirdisch als Knolle überdauert) ist er perfekt an das hiesige Klima angepasst. Er besiedelt vorzugsweise sonnige Wiesen und lichte Gehölzränder. Charakteristisch sind die schmalen, grasartigen Blätter mit dem typischen silberhellen Mittelstreifen, der die Photosynthesefläche optimal nutzt. Seine Blütenfarbe ist ein tiefes, sattes Gelborange, das ihn von vielen anderen Arten abhebt.
2 Videos zu Gold-Krokus


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•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1925785400
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