Bild folgtKI-generierte IllustrationGongrosira viridis
Auch bekannt als: Gongrosira viridis
Unverwechselbar ist Gongrosira viridis durch ihre festen, leuchtend grünen und oft fast steinartigen Krusten, die sich auf Steinen oder Holz in sehr feuchten Gartenbereichen ausbreiten. Auch wenn für diese Art keine spezifischen Insektenbeziehungen in unserer Datenbank vorliegen, bildet sie die lebensnotwendige Basis für das Mikroklima und kleinste Lebewesen in deinem Gartenbiotop. Sie trägt zur natürlichen Reinigung von kalkhaltigem Wasser bei und stabilisiert so das ökologische Gleichgewicht. Wenn du eine schattige, feuchte Nische oder einen Bachlauf hast, solltest du diese grünen Beläge als Zeichen biologischer Vitalität schätzen. Schau doch mal genau hin, ob sich diese smaragdfarbenen Polster bereits bei dir angesiedelt haben.
Der smaragdgrüne Sauerstoffspender für deine schattigen Wasserstellen.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen fungiert diese Grünalge als wichtiger Primärproduzent, der Sonnenlicht in Energie umwandelt und dabei Sauerstoff an die Umgebung abgibt. Sie bildet einen stabilen Biofilm (Lebensschicht), der als Siedlungsraum für zahlreiche mikroskopische Organismen dient. Auch wenn spezifische Bestäubungsdaten fehlen, ist sie ein unverzichtbarer Teil der Nahrungskette für Kleinstlebewesen in feuchten Habitaten (Lebensräumen). Durch die Bindung von Kalk aus dem Wasser unterstützt sie die natürliche Wasseraufbereitung. Ihre Anwesenheit fördert die biologische Vielfalt, indem sie spezialisierten Organismen in Nischenökosystemen Schutz bietet. Im Winter bleiben die festen Krusten erhalten und bieten Struktur in der ansonsten kargen Landschaft.
Gongrosira viridis wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt primär an der starken Rutschgefahr, die von den feuchten, algenbewachsenen Oberflächen ausgeht. Es besteht keine bekannte Giftwirkung bei Berührung, jedoch sollten die harten Krusten nicht abgelöst oder verschluckt werden. Sorge für rutschfeste Trittmöglichkeiten in der Nähe bewachsener Zonen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort: Wähle einen dauerhaft feuchten bis nassen Platz, idealerweise im Schatten oder Halbschatten.
Untergrund: Die Alge benötigt feste Oberflächen wie Kalkstein, Natursteinmauern oder altes Totholz.
Wasser: Bevorzugt wird kalkhaltiges Wasser; in sehr weichem Regenwasser gedeiht sie weniger gut.
Pflanzzeit: Eine Ansiedlung durch das Versetzen bewachsener Steine ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November möglich.
Pflege: Die Art benötigt keine aktive Pflege oder Düngung.
Reinigung: Vermeide es, die grünen Krusten mit Bürsten oder Hochdruckreinigern zu entfernen.
Feuchtigkeit: Achte darauf, dass der Standort besonders im Sommer nie ganz austrocknet.
Vermehrung: Sie breitet sich bei passenden Bedingungen durch mikroskopisch kleine Sporen von selbst aus.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist das Quellmoos (Fontinalis antipyretica) – beide Arten teilen die Vorliebe für kühles, klares Wasser und schattige Lagen im Garten.
Gongrosira viridis ist eine Grünalge aus der Ordnung der Trentepohliales, die in der Region Österreich heimisch ist. Ihr typischer Lebensraum umfasst kalkreiche, saubere Gewässer sowie dauerfeuchte Felsen oder Mauern im Schatten. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch ein festes Lager aus, das aus verzweigten Zellfäden besteht und oft durch Kalkeinlagerungen verhärtet ist. Als Epilith (auf Steinen wachsend) ist sie perfekt an Standorte mit hoher Feuchtigkeit angepasst. Sie gehört zu den Pionierorganismen, die auch schwierige, nasse Untergründe besiedeln können.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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