Bild folgtKI-generierte IllustrationGoodyera repens
Auch bekannt als: Kriech-Netzblatt
Wer das Kriechende Netzblatt (Goodyera repens) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die kleinen, immergrünen Blattrosetten mit ihrer silbrig-weißen Netzzeichnung auf dunkelgrünem Grund sind im Garten einzigartig. Da diese Orchidee auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz einen echten Beitrag zum Artenschutz. Durch ihre Mykorrhiza (eine lebensnotwendige Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) fördert sie ein gesundes Bodenleben in schattigen Bereichen. Schau doch mal nach, ob du ein passendes, moosiges Plätzchen unter Nadelbäumen für diese Kostbarkeit findest.
Gefährdetes Juwel: Die immergrüne Wald-Orchidee für deinen Schattengarten.
Da für das Kriechende Netzblatt (Goodyera repens) aktuell keine spezifischen Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, steht ihre Bedeutung als gefährdete Art der Roten Liste 3 im Zentrum. Ihr Erhalt stützt die regionale Artenvielfalt und bewahrt eine hochspezialisierte Pflanzengesellschaft. Die Pflanze geht eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM ein, was die biologische Aktivität im Gartenboden stabilisiert. Als indigene Art (einheimisch) ist sie perfekt an das hiesige Klima angepasst. In naturnahen Gärten dient sie als wertvoller Indikator für einen ungestörten, chemiefreien Bodenhaushalt.
Das Kriechende Netzblatt (Goodyera repens) ist nicht kindersicher und sollte daher nicht in Reichweite kleiner Kinder gepflanzt werden. Die Pflanze ist zwar nicht als hochgiftig bekannt, aber absolut ungenießbar und als Orchidee schützenswert. Eine Verwechslung mit giftigen Gartenpflanzen ist aufgrund der markanten, netzartigen Blattzeichnung nahezu ausgeschlossen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.16 m
Standort : Wähle einen schattigen Platz, da die Pflanze keine direkte Sonne verträgt.
Boden : Der Untergrund muss mager (nährstoffarm) und frisch (mäßig feucht) sein.
Bodenleben : Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie keine Düngung, da dies die empfindliche Mykorrhiza (Pilzsymbiose) stören würde.
Pflanzzeit : Die beste Zeit für die Pflanzung ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Wasser : Achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet, Staunässe muss jedoch vermieden werden.
Pflege : Da sie immergrün ist, darf sie im Winter nicht zurückgeschnitten werden; herabfallendes Laub sollte nur vorsichtig entfernt werden.
Vermehrung : Die Pflanze breitet sich über ihre kriechenden Ausläufer selbstständig im Moos aus.
Kombination : Eine ideale Partnerin ist die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) – beide Arten sind indigen (einheimisch) und teilen die Vorliebe für saure, moosige Nadelwaldböden.
Das Kriechende Netzblatt (Goodyera repens) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist die einzige heimische Art ihrer Gattung. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst vor allem moosreiche Nadelwälder der Alpen und Mittelgebirge. Charakteristisch ist das kriechende Rhizom (ein waagerecht unterirdisch wachsender Spross), das der Pflanze ihre flächige Ausbreitung ermöglicht. Die weißen, glockenförmigen Blüten stehen in einer einseitswendigen Ähre (Blütenstand, bei dem die Blüten nur zu einer Seite zeigen) und sind fein behaart.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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