Bild folgtKI-generierte IllustrationGrimmia funalis
Auch bekannt als: Grimmia funalis
Unverwechselbar ist Grimmia funalis durch ihre dichten, graugrünen Polster, deren Blättchen sich bei Trockenheit wie die Fasern eines Seils spiralig um den Stängel winden. In deinem Naturgarten ist dieses Moos ein echter Spezialist für karge Standorte, da es direkt auf sauren Steinoberflächen wächst und dort einen winzigen, aber wichtigen Lebensraum schafft. Es dient als Feuchtigkeitsspeicher und bietet Kleinstlebewesen wie Springschwänzen (Collembola) Schutz vor dem Austrocknen. Wenn du Mauerkronen oder Findlinge aus Granit hast, die etwas Leben vertragen könnten, solltest du diesem kleinen Überlebenskünstler einen Platz geben.
Der seilartige Überlebenskünstler: Graugrüne Polsterpracht für deine Natursteinmauer.
Da dieses Moos keine Blüten besitzt, liefert es keinen Nektar oder Pollen für Bestäuber, was typisch für die Gruppe der Moose ist. Seine ökologische Bedeutung liegt in der Bereitstellung von Mikrohabitaten für wirbellose Tiere, die in den dichten Strukturen Schutz finden. Nach aktuellen ökologischen Beobachtungen nutzen verschiedene Vogelarten, wie zum Beispiel die Blaumeise (Cyanistes caeruleus), die weichen Moospolster gerne als isolierendes Nistmaterial. Zudem fungiert das Moos als Pionier (Erstbesiedler), der durch die Verwitterung des Steins im Laufe von Jahrzehnten die Grundlage für andere Pflanzen schafft.
Nach den vorliegenden Daten wird die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, dass Kinder die Moospolster nicht in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Blütenpflanzen besteht aufgrund der speziellen Wuchsform auf nacktem Stein nicht; die Pflanze ist für Laien klar als Moos erkennbar.
Licht
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Standort: Wähle einen Platz auf kalkfreiem Stein wie Granit, Gneis oder Sandstein, da die Art kalkhaltigen Untergrund meidet.
Licht: Ideal ist ein heller bis halbschattiger Platz; das Moos ist lichtliebend (Ellenberg Lichtwert 7).
Boden: Die Pflanze benötigt keinen Boden, sondern wächst direkt auf der Gesteinsoberfläche.
Feuchtigkeit: Als wechselfeuchte Pflanze übersteht sie lange Trockenheit und benötigt nur die natürliche Luft- und Niederschlagsfeuchte.
Pflanzzeit: Bringe Moosstücke am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder Herbst (September bis November) auf raue Steinflächen auf.
Pflege: Entferne regelmäßig herabgefallenes Laub, damit die Polster nicht ersticken und keine Fäulnis entsteht.
Vermehrung: Die Ausbreitung erfolgt über Sporen oder durch das vorsichtige Teilen bestehender Kissen.
Sicherheit: Beachte bitte, dass die Art laut Datenbasis als nicht kindersicher eingestuft wird.
Kombination: Ein guter Partner ist der Nordische Streifenfarn (Asplenium septentrionale), da beide ähnliche Ansprüche an saure Gesteinsnischen stellen.
Dieses Moos gehört zur Ordnung der Grimmiales und ist in Deutschland sowie Österreich vor allem in Gebirgslagen auf Silikatgestein heimisch. Es besiedelt bevorzugt kieselsäurehaltiges Gestein an sonnigen bis halbschattigen Plätzen und kommt oft auf exponierten Felsen vor. Morphologisch zeichnet es sich durch bis zu 4 Zentimeter hohe Kissen aus, wobei die einzelnen Blätter lange, silbrige Glashaare (farblose Blattspitzen) besitzen. Diese Haare schützen das Moos vor zu starker Sonneneinstrahlung und helfen beim Auffangen von Tauwasser.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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