Bild folgtKI-generierte IllustrationGroenlandia densa
Auch bekannt als: Groenlandia densa, Potamot Dense
Du erkennst das Dichte Fischkraut (Groenlandia densa) an seinen blassgrünen, fast transparenten Blättern, die paarweise direkt am Stängel sitzen. Da die Blätter so eng aufeinanderfolgen, wirkt die Pflanze unter Wasser fast wie ein kleiner, zierlicher Nadelbaum. Diese Art ist ein echter Schatz für deinen Garten, da sie als indigen (einheimisch) gilt und auf der Roten Liste der gefährdeten Arten (Stufe 2) steht. Durch die Ansiedlung leistest du einen direkten Beitrag zum Artenschutz in Mitteleuropa. Die Pflanze geht zudem eine Symbiose mit Mykorrhiza (speziellen Wurzelpilzen) ein, was die Stabilität deines Teich-Ökosystems fördert. Hast du schon einen sonnigen Platz in deinem Gartenteich für diese Seltenheit reserviert?
Rarität unter Wasser: Schütze das stark gefährdete Dichte Fischkraut im Teich.
Das Dichte Fischkraut (Groenlandia densa) übernimmt eine wichtige Rolle als Strukturgeber in heimischen Gewässern. Da es als stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft ist, steht der Erhalt der Pflanze selbst im Fokus des Naturschutzes. Es handelt sich um einen Archäophyten (eine Art, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) und ist somit fest in unseren Ökosystemen verwurzelt. Die Pflanze nutzt Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Symbiose), um Nährstoffe effizient aus dem Teichboden zu lösen. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten für Insekten vorliegen, ist ihr ökologischer Wert vor allem in der Bereitstellung von Sauerstoff und Lebensraum unter Wasser zu sehen. Ein Bestand in deinem Garten hilft, das regionale Aussterben dieser seltenen Art zu verhindern.
Die Pflanze wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Es ist daher ratsam, darauf zu achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen oder verschlucken. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wasserpflanzen besteht aufgrund der charakteristischen, paarweisen Blattanordnung kaum, dennoch ist Vorsicht beim Umgang geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Wähle für das Dichte Fischkraut einen vollsonnigen Standort in deinem Gartenteich aus.
Die Pflanze benötigt eine Wassertiefe, in der sie dauerhaft untergetaucht bleibt, da sie keine Luftblätter entwickelt.
Der Boden am Teichgrund sollte einem Mittelzehrer-Substrat entsprechen (Boden mit normalem Nährstoffgehalt).
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange das Wasser eisfrei ist.
Achte auf eine gute Wasserqualität, da die Art empfindlich auf starke Trübungen oder übermäßige Algenbildung reagiert.
Die Vermehrung gelingt einfach durch Kopfstecklinge (abgeschnittene Triebspitzen), die du in den Boden steckst.
Ein Rückschnitt ist normalerweise nicht erforderlich, da die Pflanze eher kompakt wächst.
Da sie auf der Roten Liste steht, solltest du auf chemische Pflegemittel im Teich konsequent verzichten.
Als ideale Begleitpflanze eignet sich der Gemeine Tannenwedel (Hippuris vulgaris).
Diese Kombination ist ökologisch wertvoll, da beide Arten ähnliche Ansprüche an die Wasserqualität stellen und unterschiedliche Tiefenzonen im Teich strukturieren.
Das Dichte Fischkraut (Groenlandia densa) ist der einzige Vertreter seiner Gattung innerhalb der Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, jedoch in vielen Regionen bereits stark zurückgegangen. Sein Lebensraum sind saubere, meist kalkhaltige, stehende oder langsam fließende Gewässer. Morphologisch unterscheidet es sich von verwandten Laichkräutern durch seine gegenständigen (paarweise gegenüberstehenden) Blätter und das vollständige Fehlen von Schwimmblättern, wodurch es rein submers (unter der Wasseroberfläche) lebt.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →