Bild folgtKI-generierte IllustrationGyps fulvus (Hablizl, 1783)
Auch bekannt als: Gänsegeier, Weisskopfgeier, Weißkopfgeier
Hablizl, 1783
Der Gänsegeier (Gyps fulvus) beeindruckt durch seine gewaltige Spannweite (Abstand zwischen den Flügelspitzen) von bis zu 2,70 Metern, sein hellbraunes Gefieder und den typischen weißen Halskragen. In deinem Garten wirst du diesen majestätischen Segler vermutlich nur hoch oben am Himmel beobachten können, wie er geschickt die Thermik (aufsteigende warme Luftströmungen) nutzt. Er gehört zu den reinen Aasfressern (Tiere, die sich von toten Kadavern ernähren) und übernimmt damit eine wichtige Funktion als ökologische Gesundheitspolizei. Seine Nester, die sogenannten Horste (Nester von Greifvögeln), baut er vorzugsweise in steilen Felswänden, weshalb er als Felsbrüter gilt. Das Zugverhalten ist unterschiedlich; während Jungvögel oft weite Strecken nach Süden wandern, bleiben Altvögel in geeigneten Regionen meist standorttreu. In Siedlungsnähe findet er keine Nahrung, profitiert aber von einer naturnahen Bewirtschaftung der umliegenden Kulturlandschaft. Als Gärtner kannst du den Schutz dieser Art nur indirekt fördern, indem du den Erhalt offener Weideflächen in deiner Region unterstützt. Direkte Hilfen wie Nistkästen oder Futterstellen sind für diesen spezialisierten Großvogel im Hausgarten nicht umsetzbar. Erfreue dich an seinem ruhigen Flugbild, wenn er majestätisch über die Landschaft gleitet.
Dieser Vogel ist streng geschützt und darf an seinen Brutplätzen niemals gestört werden. Falls du ein geschwächtes Tier am Boden entdeckst, halte Abstand und informiere eine Wildvogelstation oder die Polizei. Ein Kontakt sollte vermieden werden, da das Tier sich mit seinem kräftigen Schnabel verteidigen könnte.
Der Gänsegeier gehört zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae) innerhalb der Ordnung der Greifvögel. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er vor allem in alpinen Regionen heimisch, wobei er im Sommer zunehmend auch in Mittelgebirgen als Nahrungsgast gesichtet wird. Er lebt gesellig in Kolonien und ist auf weite, offene Landschaften angewiesen, um tote Tiere aus großer Höhe zu erspähen. Von anderen Greifvögeln unterscheidet er sich durch seinen kurzen, eckigen Schwanz und die extrem breiten Flügel.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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