Bild folgtKI-generierte IllustrationGypsophila fastigiata subsp. fastigiata
Du erkennst das Ebensträußige Gipskraut an seinen dichten, ebensträußigen Blütenständen aus winzigen, weißlichen Blüten, die wie ein zarter Schleier über den graugrünen Polstern liegen. Da diese Art auf der Roten Liste mit Stufe 3 als gefährdet geführt wird, ist sie eine echte Besonderheit für deinen Garten. Sie dient als wichtiger Baustein für die Erhaltung der regionalen Artenvielfalt auf kargen Standorten. Als Spezialist für extreme Trockenheit ist sie perfekt für dich geeignet, wenn du sandige oder steinige Beete hast, die sonst kaum Wasser speichern. Schau doch mal, ob du diesem seltenen Heimbewohner ein sonniges Plätzchen bieten kannst.
Gefährdete Schönheit für Sandgärten: Ein robuster Überlebenskünstler bei Hitze.
Der ökologische Wert dieser Pflanze liegt primär in ihrer Seltenheit und ihrer Rolle als Spezialist für Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Da die Art nach aktuellen Daten auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft ist, fungiert dein Garten als wichtiger Rückzugsort. Sie besiedelt ökologische Nischen auf Sandböden, die von konkurrenzstarken Pflanzen gemieden werden. Durch das Stehenlassen der Samenträger im Winter bietest du zudem Struktur und potenzielle Verstecke für kleine Bodenbewohner. Auch ohne spezifische Bestäuberdaten ist sie ein unverzichtbarer Teil der heimischen Flora in Sandgebieten.
Bitte achte darauf, dass das Ebensträußige Gipskraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Es enthält Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe), die bei Kontakt oder Verzehr Reizungen hervorrufen können. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten im selben Lebensraum ist aufgrund der charakteristischen Wuchsform unwahrscheinlich. Dennoch sollte die Pflanze so platziert werden, dass Kleinkinder nicht mit ihr spielen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.24 m
Wähle für die Pflanzung einen vollsonnigen Standort, da die Art sehr lichthungrig ist.
Der Boden muss unbedingt mager (nährstoffarm) und sehr gut durchlässig sein.
Ein sandiger oder kiesiger Untergrund ist ideal, um Staunässe im Winter zu vermeiden.
Das Merkmal "Trocken" bedeutet für dich: Nach dem Anwachsen musst du diese Pflanze eigentlich nie gießen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November.
Da sie eine Pfahlwurzel (tiefreichende Hauptwurzel) entwickelt, solltest du den Standort später nicht mehr verändern.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, du kannst alte Stängel aber im Frühjahr vor dem Austrieb entfernen.
Verzichte komplett auf Dünger, da das Gipskraut ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Vermehrung geschieht am einfachsten über die feinen Samen nach der Blütezeit im Juni.
Gute Partnerin: Das Berg-Sandglöckchen (Jasione montana) passt ökologisch hervorragend, da beide die gleichen mageren Sandstandorte besiedeln.
Das Ebensträußige Gipskraut (Gypsophila fastigiata subsp. fastigiata) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Es ist eine indigene (heimische) Staude, die in Deutschland vor allem in lückigen Sand-Magerrasen (trockene, nährstoffarme Grasflächen auf Sand) vorkommt. Die Pflanze bildet eine kräftige Pfahlwurzel aus und wächst ausdauernd in dichten Polstern. Ihre schmalen, gegenständigen Blätter sind an das Überleben in sonnenexponierten Lebensräumen angepasst.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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