Bild folgtKI-generierte IllustrationHahnia pusilla C.L.Koch, 1841
Die Gewöhnliche Bodenspinne (Hahnia pusilla) fällt vor allem durch ihre geringe Größe und ihre flinke Fortbewegung direkt auf dem Gartenboden oder in der Laubschicht auf. Wenn Du bei der Gartenarbeit im Februar altes Laub beiseite schiebst, kannst Du diesen winzigen Jäger mit etwas Glück entdecken. Das Tier lebt versteckt und webt oft kleine, flächige Netze über winzigen Bodenvertiefungen, die jedoch im Alltag kaum auffallen. Als räuberische Art ernährt sie sich allgemein von kleinsten Bodenorganismen und reguliert so auf natürliche Weise die Populationen dieser Kleinstlebewesen. In Deinem Garten übernimmt sie eine wichtige ökologische Funktion im Nährstoffkreislauf, indem sie als Räuber in der Zersetzergemeinschaft agiert. Um diesen nützlichen Tieren zu helfen, solltest Du auf eine flächige Bodenbearbeitung verzichten und kleine Bereiche mit Falllaub (abgefallene Blätter) belassen. Mulch (organisches Bodenabdeckungsmaterial) bietet ihr ebenfalls wertvollen Schutz. Ein naturnaher Garten mit einer dauerhaften Humusschicht (oberste, organische Erdschicht) bietet ihr den idealen Lebensraum. Da sie im Verborgenen wirkt, ist sie ein stiller Helfer für ein gesundes Bodenleben. Durch ihre Anwesenheit zeigt sie Dir, dass die biologische Aktivität Deines Bodens intakt ist. Chemische Mittel sind nicht nötig, da sie selbst zur Schädlingskontrolle beiträgt.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und kann die menschliche Haut aufgrund ihrer geringen Größe nicht durchdringen. Sie ist ein nützlicher Mitbewohner im Garten, der weder im Haus lästig wird noch Deine Pflanzen schädigt.
Die Gewöhnliche Bodenspinne (Hahnia pusilla) gehört zur Familie der Bodenspinnen (Hahniidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Mitteleuropas, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Als typische Bewohnerin der Streuschicht (oberste Bodenschicht aus abgefallenen Blättern) ist sie eng an bodennahe Mikrohabitate (kleinteilige Lebensräume) gebunden. In diesen feuchten Umgebungen findet sie ideale Bedingungen für ihre Jagdweise.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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