Bild folgtKI-generierte IllustrationHerniaria glabra
Auch bekannt als: Bruchkraut
An ihren flach am Boden liegenden, teppichartigen Matten und den winzigen, gelbgrünen Blütenknäueln lässt sich das Kahle Bruchkraut (Herniaria glabra) sofort erkennen. Als Spezialist für extrem trockene Standorte ist dieser einheimische Bodendecker ein wahrer Überlebenskünstler für deinen Garten. Er schließt Lücken in Pflasterritzen oder auf sandigen Flächen, wo andere Pflanzen längst aufgeben würden. Da das Bruchkraut zu den Archäophyten (Pflanzen, die bereits vor 1492 eingeführt wurden) zählt, ist es ein fester Bestandteil unserer Natur. Wenn du eine pflegeleichte Lösung für karge Sonnenplätze suchst, ist diese Art genau das Richtige für dich.
Der trittfeste grüne Teppich: Kahles Bruchkraut liebt Trockenheit und Sonne.
In der ökologischen Gartenkultur übernimmt das Kahle Bruchkraut eine wichtige Funktion als Bodenfestiger auf extrem trockenen Flächen. Durch seinen dichten Wuchs schützt es den Boden vor Erosion und übermäßiger Verdunstung. In den kargen Wintermonaten dienen die kleinen Samen als Nahrungsquelle für verschiedene Standvögel. Da die Pflanze auch in Pflasterritzen gedeiht, trägt sie zur Entsiegelung von Gartenwegen bei. Sie fördert so ein gesundes Mikroklima in Bereichen, die sonst biologisch tot wären.
Das Kahle Bruchkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, es nicht unbedingt in direkter Reichweite von Kleinkinderspielflächen zu pflanzen, um ein versehentliches Verschlucken von Pflanzenteilen zu verhindern. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Ideal ist ein magerer Boden (nährstoffarm), der gerne sandig oder kiesig sein darf.
Wasser: Die Pflanze bevorzugt es trocken; Staunässe solltest du unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit: Du kannst das Bruchkraut im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Als Schwachzehrer benötigt die Pflanze keinerlei Dünger. Sie ist sehr trittfest und muss nicht geschnitten werden.
Vermehrung: Sie versamt sich an geeigneten Stellen meist von selbst.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist der Sand-Thymian (Thymus serpyllum). Beide teilen die Vorliebe für trockene, sandige Standorte und bilden zusammen einen ökologisch wertvollen, trittfesten Polsterteppich.
Das Kahle Bruchkraut (Herniaria glabra) gehört zur Gruppe der indigenen Pflanzen sowie der Archäophyten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und Pionierstandorte mit sandigem Untergrund. Morphologisch zeichnet es sich durch einen extrem niedrigen, kriechenden Wuchs aus, wobei die verzweigten Stängel oft dichte Teppiche bilden. Die Pflanze gilt laut Roter Liste als ungefährdet und ist perfekt an nährstoffarme Bedingungen angepasst.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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