Bild folgtKI-generierte IllustrationHieraaetus pennatus (Gmelin, 1788)
Auch bekannt als: Zwergadler
Gmelin, 1788
Der Zwergadler (Hieraaetus pennatus) ist an seinem adlerartigen Kopf, den bis zu den Zehen befiederten Beinen und einer Spannweite von etwa 120 Zentimetern zu erkennen. Du wirst diesen Greifvogel (fleischfressender Jaeger) meist im eleganten Segelflug am Himmel beobachten koennen. Als Ernaehrungstyp ist er ein spezialisierter Beutegreifer, der kleine Wirbeltiere im Sturzflug erbeutet. Seine Nester, die sogenannten Horste (Nestbau bei Greifvoegeln), legt er bevorzugt in den Kronen hoher Baeume an. Er ist ein ausgepraegter Langstreckenzieher (Vogel, der sehr weite Distanzen zwischen Brut- und Winterquartier zuruecklegt), der die kalte Jahreszeit in Afrika verbringt. Sein Ruf ist ein hohes, markantes Pfeifen, das oft waehrend des Fluges zu hoeren ist. In deinem Garten wird er kaum brueten, da er grosse, zusammenhaengende Waldgebiete zur Aufzucht benoetigt. Du kannst jedoch zum Schutz beitragen, indem du dich fuer den Erhalt alter Baumbestaende in deiner Region einsetzt. Eine Winterfuetterung ist bei ihm nicht sinnvoll, da er im Winter nicht in unseren Breitengraden weilt. Im Februar befindet er sich meist noch auf dem beschwerlichen Rueckflug aus dem Sueden. Eine giftfreie Bewirtschaftung der Landschaft hilft ihm indirekt, da sie seine Nahrungsgrundlage sichert. Beobachtungen in Siedlungsnaehe sind meist seltene, aber beeindruckende Rastbesuche waehrend des Vogelzugs.
Diese Art ist streng geschuetzt und darf an ihren Brutplaetzen niemals gestoert werden. Das Stoeren der Horste kann zur sofortigen Aufgabe der Brut fuehren und ist gesetzlich untersagt. Wegen der Verwechslungsgefahr mit dem weit verbreiteten Maeusebussard sollte man fuer eine sichere Bestimmung immer ein Fernglas zur Hilfe nehmen.
Der Zwergadler (Hieraaetus pennatus) gehoert zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae) innerhalb der Ordnung der Greifvoegel. Er ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz als heimisch eingestuft, tritt dort jedoch wesentlich seltener auf als in suedlicheren Gefilden. Die Art zeichnet sich durch zwei Farbmorphen (unterschiedliche Farbvarianten des Gefieders) aus, was die Bestimmung im Feld erschweren kann. Ein sicheres Merkmal gegenueber Bussarden sind die befiederten Laeufe (Beine), die ihn taxonomisch (nach Verwandtschaft geordnet) als echten Adler kennzeichnen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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