Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium cymosum
Auch bekannt als: Hieracium cymosum
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Trugdoldige Habichtskraut (Hieracium cymosum) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Es trägt seine zahlreichen gelben Blütenköpfe in einer dichten Trugdolde (ein verzweigter Blütenstand, bei dem die Seitenäste die Hauptachse überragen) auf markant behaarten Stängeln. Diese Art ist ein wertvoller Rückzugsort für bedrohte Insekten und wird auf der Roten Liste als gefährdet (Kategorie 3) geführt. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) profitieren von ihrem Nektarangebot. Wenn du einen sonnigen, eher kargen Platz in deinem Garten hast, kannst du mit dieser heimischen Pflanze aktiv zum Artenschutz beitragen. Probiere es einfach aus und schaffe einen kleinen Lebensraum für seltene Falter.
Scheckenfalter-Magnet mit Seltenheitswert: Nektarquelle von Mai bis Juli.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge von diesem Habichtskraut. Sechs Arten nutzen die Pflanze intensiv, darunter der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia). Auch der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) sowie die Scheckenfalter-Arten Melitaea aetherie und Melitaea ornata finden hier Nektar. Sogar der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wurde als Gast dokumentiert. Da die Art von Mai bis Juli blüht, bietet sie Nahrung, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. So leistet sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Das Trugdoldige Habichtskraut gilt als nicht kindersicher. Die Pflanze besitzt steife, borstige Haare an den Stängeln und Blättern, die bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen können. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten der Gattung. Dennoch solltest du beim Standort darauf achten, dass die Pflanze nicht direkt am Spielbereich von Kleinkindern steht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.32 m
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten für dieses Habichtskraut.
Der Boden sollte mager sein, also wenig Nährstoffe enthalten.
In einem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) fühlt sich die Pflanze am wohlsten.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November.
Achte beim Pflanzen darauf, dass der Boden offen und nicht gefroren ist.
Durch die arbuskuläre Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) versorgt sich die Pflanze effizient mit Nährstoffen.
Ein zusätzliches Düngen ist bei dieser Art nicht notwendig und eher schädlich.
Gießen solltest du nur bei langanhaltender, extremer Trockenheit.
Die Vermehrung klappt am besten über die Selbstaussaat oder durch Teilung der Rosetten.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Trugdoldige Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales) ein typischer Vertreter der Magerwiesen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Art indigen (ursprünglich heimisch) oder tritt als Archäophyt (eine vor dem Jahr 1492 eingewanderte Art) auf. Ein charakteristisches Merkmal ist die Symbiose mit Bodenpilzen, die als arbuskuläre Mykorrhiza (AM) bezeichnet wird. Die Pflanze bildet meist grundständige Blattrosetten aus, aus denen die behaarten Blütenstängel emporwachsen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →