Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium fuscocinereum
Auch bekannt als: Hieracium fuscocinereum
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für das Pfeil-Habichtskraut sind die charakteristischen pfeilförmigen Grundblätter und die leuchtend gelben Korbblüten an behaarten Stängeln. Da diese Art auf der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz in Deutschland und Österreich. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Magerrasen-Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von ihrem Nektarangebot. Die Pflanze schließt ökologische Nischen an schattigen Plätzen, die oft schwer zu bepflanzen sind. Wenn du eine seltene, heimische Wildpflanze suchst, die wenig Pflege braucht, ist sie genau richtig für dich.
Seltener Naturschatz: Die gelbe Lebensinsel für bedrohte Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Pfeil-Habichtskraut eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Gattung der Scheckenfalter nutzt die Art intensiv, darunter der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Magerrasen-Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Ostwestliche Scheckenfalter (Melitaea ornata). Auch seltene Arten wie der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) suchen die Blüten auf. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Samenstände eine natürliche Nahrungsquelle für kleine Singvögel. Durch die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen verbessert die Pflanze zudem aktiv die Bodenstruktur in deinem Garten.
Bitte beachte, dass das Pfeil-Habichtskraut als nicht kindersicher eingestuft wird und in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Es besteht jedoch keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern, wenn man auf die typische Blattform achtet. Die Pflanze ist ein spezialisierter Wildcharakter und sollte nicht verzehrt werden.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.28 m
Setze das Pfeil-Habichtskraut an einen schattigen Ort im Garten, da es direkte pralle Sonne meidet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein und niemals über längere Zeit komplett austrocknen.
Als Mittelzehrer benötigt die Pflanze einen normalen Gartenboden mit durchschnittlichem Nährstoffgehalt.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte beim Einsetzen darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen, um die Symbiose mit Bodenpilzen zu erhalten.
Düngen ist in der Regel nicht notwendig und kann der Pflanze eher schaden.
In trockenen Sommern solltest du regelmäßig gießen, um die Bodenfeuchte stabil zu halten.
Da die Pflanze nicht kindersicher ist, wähle einen Standort abseits von Spielflächen.
Lasse die verblühten Stängel über den Winter stehen, damit Insekten darin überwintern können.
Gute Partnerin: Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) eignet sich hervorragend, da beide ähnliche Lichtverhältnisse im Schatten bevorzugen und den Boden gemeinsam bedecken.
Das Pfeil-Habichtskraut (Hieracium fuscocinereum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (einheimisch). Es besiedelt bevorzugt Standorte, die durch eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM) geprägt sind – eine lebenswichtige Symbiose zwischen Pflanzenwurzeln und Bodenpilzen. Morphologisch zeichnet es sich durch eine grundständige Blattrosette aus, aus der die verzweigten Blütenstände entspringen. Als Archäophyt oder indigen eingestufte Art ist es perfekt an unser Klima angepasst, im Bestand jedoch stark gefährdet.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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