Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium hypochoeroides
Auch bekannt als: Hieracium hypochoeroides, Wiesbaur-Habichtskraut
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An ihren meist gefleckten Grundblättern und den leuchtend gelben Korbblüten lässt sich Wiesbaurs Habichtskraut (Hieracium hypochoeroides) sofort erkennen. Du holst dir damit eine echte Seltenheit in den Garten, die auf der Roten Liste steht und bei uns in Deutschland und Österreich heimisch ist. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Ätherische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) schätzen das Nektarangebot zwischen Mai und Juli sehr. Wenn du einen trockenen, sonnigen Platz hast, leistest du mit dieser Pflanze einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Schau ihr einfach beim Wachsen zu, sie ist wunderbar an karge Bedingungen angepasst.
Seltene Überlebenskünstlerin: Die Rettung für bedrohte Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Habichtskraut eine lebensnotwendige Futterquelle für spezialisierte Edelfalter. Besonders verschiedene Scheckenfalter-Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Berg-Scheckenfalter (Melitaea varia) oder Melitaea ornata steuern die gelben Blüten gezielt an. Auch der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen das Nektarangebot. Da die Pflanze von Mai bis Juli blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsnetz trockener Lebensräume. Die Samenreife im Spätsommer liefert zudem kleine Futterportionen für Vögel, die in der kargen Landschaft nach Nahrung suchen.
Bitte beachte, dass Wiesbaurs Habichtskraut als nicht kindersicher eingestuft wird, da der enthaltene Milchsaft bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen kann. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten. Dennoch sollte die Pflanze in Gärten mit kleinen Kindern eher außerhalb der direkten Reichweite stehen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Damit Wiesbaurs Habichtskraut bei dir gut ankommt, solltest du einen vollsonnigen Standort wählen. Der Boden muss unbedingt mager und trocken sein, da die Pflanze als Schwachzehrer an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in den Boden.
Boden: Achte auf gute Durchlässigkeit; Staunässe muss vermieden werden.
Pflege: Düngen ist nicht erforderlich und sogar schädlich für die Standfestigkeit.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an geeigneten Stellen meist von selbst.
Rückschnitt: Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen, um Insekten Unterschlupf zu bieten.
Als ideale Begleitpflanze eignet sich der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria). Beide Arten teilen sich die Vorliebe für trockene, karge Plätze und ergänzen sich hervorragend in ihrer ökologischen Funktion für die heimische Insektenwelt.
Wiesbaurs Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine indigene Art, also in Deutschland und Österreich von Natur aus heimisch. Als typischer Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) besiedelt sie bevorzugt sonnige und sehr trockene Standorte. Markant ist die grundständige Blattrosette, aus der die Blütenstängel mit den gelben Köpfchen wachsen. Eine Besonderheit ist die Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen, die sogenannte AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die der Pflanze hilft, auch auf nährstoffarmen Böden optimal zu gedeihen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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