Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium maculatum
Auch bekannt als: Hieracium maculatum
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die dunkelbraun gefleckten, eiförmigen Grundblätter, die das Gefleckte Habichtskraut (Hieracium maculatum) schon vor der Blüte unverwechselbar machen. In deinem Naturgarten ist dieser Korbblütler (Pflanzenfamilie mit körbchenartigen Blütenständen) ein wertvoller Partner für spezialisierte Insekten. Die sonnengelben Blüten bieten von Mai bis Juli wichtige Nahrung für seltene Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia). Wenn du eine robuste Pflanze für halbschattige, magere Standorte suchst, triffst du mit dieser Art eine hervorragende Wahl. Schau im Februar doch schon mal nach den markanten Blattrosetten, die am Boden überdauern.
Sonnengelbe Waldrand-Schönheit: Ein Magnet für seltene Scheckenfalter.
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Diese Art ist eine unverzichtbare Futterquelle für eine Reihe hochspezialisierter Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten nutzen Scheckenfalter wie der Ätherische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) und der Ockerfarbene Scheckenfalter (Melitaea ornata) die Blüten als Nektarquelle. Auch der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) werden regelmäßig an den gelben Körben gesichtet. Sogar der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) profitiert von diesem Angebot. Die Pflanze trägt durch ihre Mykorrhiza-Verbindung zur Stabilität des Bodenökosystems bei und fördert so die Gesundheit des gesamten Gartenbereichs.
Bitte beachte, dass das Gefleckte Habichtskraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Korbblütler enthält es einen Milchsaft (eine klebrige Flüssigkeit im Stängel), der bei empfindlichen Personen nach Hautkontakt Reizungen hervorrufen kann. Die Pflanze sollte daher nicht in direkter Nähe von Spielbereichen für Kleinkinder gepflanzt werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.38 m
Das Gefleckte Habichtskraut bevorzugt einen Standort im Halbschatten und kommt am besten mit frischen, also mäßig feuchten Böden zurecht. Da die Pflanze ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, gedeiht sie am besten auf magerem Boden ohne zusätzliche Düngung.
Standort: Lichter Halbschatten, ideal am Gehölzrand.
Boden: Mager, frisch und gut durchlässig.
Pflanzzeit: Frühjahr (März bis Mai) oder Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, das Belassen der Fruchtstände fördert die natürliche Selbstaussaat.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich zuverlässig über ihre flugfähigen Samen.
Eine empfehlenswerte Begleitpflanze ist die Echte Schlüsselblume (Primula veris). Beide Arten teilen sich den Lebensraum am lichten Gehölzrand und ergänzen sich in ihrer ökologischen Funktion, da sie nacheinander blühen und so über einen langen Zeitraum Nahrung für Insekten bereitstellen.
Das Gefleckte Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich als indigene (einheimische) Art weit verbreitet. Typischerweise besiedelt es lichte Wälder und Waldränder auf kalkhaltigen oder sauren, aber stets mageren Böden. Eine botanische Besonderheit ist die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilzen), die als arbuskuläre Mykorrhiza (AM) bezeichnet wird und der Pflanze hilft, Nährstoffe effizient aufzunehmen. Die Art erreicht Wuchshöhen von etwa 20 bis 50 Zentimetern und bildet beblätterte Stängel mit lockeren, doldenartigen Blütenständen aus.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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