Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium pallidum
Auch bekannt als: Hieracium pallidum
Schon von weitem fällt das Blasse Habichtskraut (Hieracium pallidum) durch seine graugrünen, oft auffällig behaarten Blattrosetten und die hellgelben Korbblüten auf. Da es natürlicherweise auf felsigen Standorten und in lichten Wäldern vorkommt, ist es die ideale Besetzung für schwierige, trockene Stellen in deinem Garten. Als indigene (einheimische) Art ist sie perfekt an unser Klima angepasst und kommt ohne zusätzliche Wassergaben aus. Auch wenn uns für diese spezifische Art keine Detaildaten zu Insektenbesuchen vorliegen, bereichert sie als Korbblütler die Vielfalt auf mageren Standorten. Mit dieser Wahl förderst du eine Pflanze, die auf der Roten Liste mit dem Status Ungefährdet (*) geführt wird und bringst echte Wildnis-Ästhetik in deine Beete. Du machst hier alles richtig, wenn du einen robusten Überlebenskünstler für den Halbschatten suchst.
Der Spezialist für karge Ecken: Robust, trockenheitsliebend und völlig anspruchslos.
Als indigene Wildpflanze ist das Blasse Habichtskraut ein wertvoller Baustein für die regionale Biodiversität. Da die Art natürlicherweise in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) vorkommt, bietet sie Struktur und Lebensraum in einem bedrohten Biotoptyp. Da keine spezifischen Beziehungsdaten in der Datenbank vorliegen, lässt sich die Relevanz für einzelne Wildbienen oder Falter hier nicht konkret benennen. Generell sind Habichtskräuter jedoch wichtige Pollenquellen in kargen Lebensräumen. Durch das Stehenlassen der Fruchtstände im Winter ermöglichst du es der Natur, sich selbst zu regenerieren. Die Pflanze trägt dazu bei, ökologische Nischen auf mageren Böden zu schließen, die für viele Zierpflanzen zu trocken wären.
Die Datenbank stuft die Pflanze als nicht kindersicher ein. Die Behaarung der Blätter kann bei empfindlicher Haut mechanische Reizungen auslösen. Achte darauf, dass Kinder die Pflanze nicht in den Mund nehmen, auch wenn keine schweren Vergiftungserscheinungen bekannt sind. Eine Verwechslung mit giftigen Arten der Trockenrasen ist bei genauer Betrachtung der typischen Habichtskraut-Blüten kaum möglich.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Standort: Suche einen Platz im Halbschatten, der nicht zu praller Mittagssonne ausgesetzt ist.
Boden: Die Pflanze benötigt einen mageren Boden und ist ein Schwachzehrer (kommt mit sehr wenig Nährstoffen aus).
Feuchtigkeit: Der Boden sollte trocken sein; Staunässe verträgt das Habichtskraut nicht.
Pflanzzeit: Idealerweise setzt du die Jungpflanzen von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Da sie an karge Verhältnisse angepasst ist, darfst du sie keinesfalls düngen.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an geeigneten Stellen von selbst über kleine Schirmchenflieger.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist der Schaf-Schwingel (Festuca ovina).
Begründung: Beide Arten kommen in natürlichen Pflanzengesellschaften auf trockenem Untergrund vor und teilen sich denselben bescheidenen Anspruch an Wasser und Nährstoffe.
Das Blasse Habichtskraut (Hieracium pallidum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie kalkhaltige Felsfluren. Ein typisches Merkmal sind die grundständigen Blätter, die oft bläulich-grün bereift und mit Drüsenhaaren besetzt sind, was als Verdunstungsschutz dient. Die Pflanze wächst ausdauernd und bildet lockere Rosetten, aus denen die verzweigten Blütenstände mit ihren charakteristischen Zungenblüten entspringen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →