Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium saxifragum
Auch bekannt als: Hieracium saxifragum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den leuchtend gelben Korbblüten und den oft behaarten Blattrosetten lässt sich das Steinbrech-Habichtskraut (Hieracium saxifragum) sofort erkennen. Als Gartenbesitzer holst du dir hiermit eine echte botanische Rarität nach Hause, die auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft ist. Besonders Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) schätzen das Nektarangebot in den Frühsommermonaten. Mit dieser Pflanze förderst du gezielt spezialisierte Falterarten, die in unserer Kulturlandschaft immer seltener werden. Du wirst schnell merken, dass dieser Überlebenskünstler mit minimalem Aufwand maximale ökologische Wirkung in deinem Garten erzielt.
Rote-Liste-Rarität: Die exklusive Nektartankstelle für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Steinbrech-Habichtskraut eine lebenswichtige Tankstelle für seltene Scheckenfalter. Zu den Hauptprofiteuren gehören der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii). Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Algerische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) nutzen die Pflanze als Nahrungsquelle. Da die Art mit der Roten Liste Stufe 3 als gefährdet gilt, fungiert dein Garten als wertvolles Schutzareal. Die Samenstände können im Spätsommer zudem kleineren Vogelarten als Futterquelle dienen.
Das Steinbrech-Habichtskraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Der im Stängel enthaltene Milchsaft sowie die Behaarung können bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze an Stellen zu setzen, die nicht als direkter Spielbereich für Kinder genutzt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Das Steinbrech-Habichtskraut benötigt einen vollsonnigen Platz auf eher magerem, gut durchlässigem Boden.
Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht, daher ist eine Beimischung von Sand oder Kies im Pflanzloch ratsam.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Da die Art an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist, solltest du auf Düngergaben komplett verzichten.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Samen, die der Wind verbreitet.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, das Stehenlassen der Fruchtstände dient der natürlichen Selbstaussaat.
Achte darauf, die Rosetten im Winter nicht durch schweres Laub abzudecken, damit sie nicht faulen.
Gute Partnerin: Die Weiße Fetthenne (Sedum album) – beide teilen ähnliche Standortansprüche an trocken-warme Plätze und ergänzen sich hervorragend in einem Steingarten-Arrangement.
Auch der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) ist ein idealer heimischer Nachbar für diese Pflanzengesellschaft.
Das Steinbrech-Habichtskraut ist ein Vertreter der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und in Deutschland sowie Österreich heimisch. Es wird als Archäophyt oder indigen eingestuft, was bedeutet, dass es entweder schon vor 1492 hier vorkam oder eine ursprünglich heimische Art ist. Typischerweise besiedelt es karge Standorte wie Felsspalten oder trockene Magerwiesen. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine nützliche Pilz-Wurzel-Symbiose, die der Pflanze hilft, an extremen Standorten Wasser und Nährstoffe aufzunehmen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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