Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium vasconicum
Auch bekannt als: Hieracium vasconicum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Lorbeerartige Habichtskraut (Hieracium vasconicum) sofort an seinen derben, oft leicht behaarten Blättern, die in ihrer Form an Lorbeer erinnern, und den leuchtend gelben Korbblüten an aufrechten Stängeln. Als heimischer Korbblütler ist diese Pflanze ein wichtiger Anker für die Artenvielfalt in halbschattigen Gartenbereichen. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Ungarische Scheckenfalter (Melitaea ornata) profitieren von dem Nektarangebot. Mit ihrer Vorliebe für frische Böden füllt sie ökologische Nischen, in denen viele Zierpflanzen bereits aufgeben. Du schaffst mit ihr eine wertvolle Verbindung zwischen Gehölzrand und Rasen, die wenig Pflege verlangt. Probiere es aus, dein Garten wird durch diesen unkomplizierten Wildgast sichtlich lebendiger.
Scheckenfalter-Magnet für den Halbschatten: Robust, heimisch und pflegeleicht.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Lorbeerartige Habichtskraut eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Insbesondere Scheckenfalter wie der Östliche Scheckenfalter (Melitaea aetherie), der Kleine Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) suchen die Blüten gezielt auf. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) gehört zu den regelmäßigen Gästen. Die Samenstände sind im Spätherbst eine willkommene Nahrungsquelle für Samenfresser unter den Vögeln. Durch die arbuskuläre Mykorrhiza (eine spezielle Pilzverbindung im Boden) trägt die Pflanze zudem maßgeblich zur Stabilität des unterirdischen Nährstoffnetzwerkes in deinem Garten bei.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Das bedeutet, dass ein Verzehr von Pflanzenteilen oder ein intensiver Hautkontakt bei empfindlichen Personen zu Unverträglichkeiten führen kann. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der markanten Blatt- und Blütenform kaum. Dennoch empfiehlt es sich, das Habichtskraut eher in hinteren Gartenbereichen und nicht direkt am Kinderspielplatz zu pflanzen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Aug – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, etwa am Rand von Hecken oder unter lichtkronigen Bäumen.
Boden: Die Pflanze benötigt frischen (mäßig feuchten) Boden. Vermeide Orte, die im Sommer komplett austrocknen.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) kommt sie mit herkömmlichem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung bestens zurecht.
Pflanzzeit: Setze das Habichtskraut entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: Da die Art eine Symbiose mit Bodenpilzen eingeht, solltest du auf chemische Spritzmittel und mineralische Kunstdünger verzichten.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich durch ihre Flugsamen selbst aus und bildet mit der Zeit kleine Bestände.
Rückschnitt: Schneide die Stängel erst im Spätwinter zurück, um Überwinterungsplätze für Insekten zu erhalten.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca). Beide Arten teilen den Anspruch an frische, halbschattige Standorte und ergänzen sich hervorragend in der Bodendeckung.
Das Lorbeerartige Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland und Österreich. Es besiedelt als ausdauernde krautige Pflanze vorzugsweise lichte Wälder und Waldränder. Charakteristisch ist seine Lebensgemeinschaft mit Mykorrhiza-Pilzen (Bodenpilze, die Nährstoffe gegen Zucker tauschen), speziell der arbuskulären Mykorrhiza (AM). Die Pflanze bevorzugt frische Standorte und gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf), was sie zu einem guten Anzeiger für ausgewogene Bodenverhältnisse macht. Die Art ist in der regionalen Flora fest verankert und gilt aktuell als nicht gefährdet.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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