Bild folgtKI-generierte IllustrationHierochloe odorata agg.
Artengruppe
Duft-Mariengras verrät sich durch seinen intensiven, süßlichen Geruch nach Waldmeister oder Vanille, der besonders beim Trocknen der Blätter deutlich wahrnehmbar wird. Mit seinen glänzenden Blattunterseiten und den lockeren, bräunlichen Blütenständen ist es eine Bereicherung für feuchte Gartenbereiche. Da diese Artengruppe in Deutschland als stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft ist, leistest du mit der Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Auch wenn keine spezifischen Insektendaten vorliegen, bieten solche Gräser in Feuchtwiesen wichtigen Schutz für die Kleintierwelt. Hol dir diesen seltenen, heimischen Duftspender in deinen Garten und hilf mit, eine schwindende Art zu bewahren.
Seltener Schatz mit Vanilleduft: Schütze eine stark gefährdete Wildart.
Da für diese Artengruppe keine spezifischen Beziehungsdaten zu Bestäubern vorliegen, lässt sich die ökologische Bedeutung vor allem über ihren Status als bedrohte Art (Rote Liste 2) definieren. Die Ansiedlung im Garten dient der Erhaltung des regionalen Genpools einer stark gefährdeten heimischen Pflanze. In feuchten Lebensräumen bieten die dichten Bestände Schutz und Rückzugsorte für bodennah lebende Insekten und kleine Amphibien. Die Samenreife im Sommer stellt ein potenzielles Nahrungsangebot für körnerfressende Kleinvögel dar. Durch den Verzicht auf Düngung an ihrem Standort förderst du zudem die spezialisierte Begleitflora magerer Feuchtwiesen.
Das Duft-Mariengras wird als nicht kindersicher eingestuft. Grund dafür ist der Gehalt an Cumarin, der bei direktem Verzehr in größeren Mengen ungesund sein kann. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit anderen Süßgräsern, die jedoch meist nicht diesen markanten Waldmeisterduft besitzen. Achte darauf, dass Kinder die Pflanzenteile nicht verschlucken.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.35 m
Standort: Suche einen Platz im Halbschatten, an dem die Pflanze vor praller Mittagssonne geschützt ist.
Boden: Die Erde muss dauerhaft feucht sein; das Gras ist ein Schwachzehrer (kommt mit wenig Nährstoffen aus) und verträgt keine starke Düngung.
Pflanzzeit: Setze das Gras idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Feuchtigkeit: Achte darauf, dass der Boden niemals ganz austrocknet, besonders in trockenen Sommern ist zusätzliches Gießen nötig.
Ausbreitung: Das Gras bildet Ausläufer (unterirdische Kriechtriebe) und kann mit der Zeit dichte Matten bilden.
Winterschutz: Ein Rückschnitt ist nicht nötig; lass die Halme über den Winter stehen, um das Herz der Pflanze zu schützen.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend am Teichrand.
Das Duft-Mariengras (Hierochloe odorata agg.) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eine indigene (einheimische) Artengruppe in Deutschland. Es besiedelt natürlicherweise feuchte Magerwiesen und Niedermoore, ist jedoch durch Entwässerung und Düngung stark zurückgegangen. Morphologisch zeichnet es sich durch einen frühen Austrieb und Cumarin-Einlagerungen aus, die den charakteristischen Duft erzeugen. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder einheimische Art ist es fest in unserer Flora verwurzelt.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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