Bild folgtKI-generierte IllustrationHirudo verbana
Der Mittelmeer-Blutegel (Hirudo verbana) faellt durch seinen langgestreckten, extrem dehnbaren Koerper auf, der ueber zwei Saugnaepfe an den Enden verfuegt. Du begegnest diesem Tier meist in stehenden Gewaessern wie Deinem Garten- oder Naturteich. Dort bewegt er sich entweder elegant schlaengelnd durch das freie Wasser oder kriecht raupenartig ueber den Untergrund. Diese Tiere zaehlen zu den Ektoparasiten (Lebewesen, die sich voruebergehend an der Aussenseite anderer Tiere anheften), da sie sich vom Blut verschiedener Wirbeltiere ernaehren. In Deinem Garten nehmen sie eine wichtige Rolle als Regulatoren im oekologischen Gefuege ein. Wenn Du einen Egel entdeckst, ist das ein Kompliment fuer Deinen Teich, denn er zeigt eine hohe biologische Qualitaet an. Du kannst den Tieren helfen, indem Du auf chemische Mittel verzichtest und die Uferbereiche moeglichst naturnah gestaltest. Das Belassen von Steinen im Flachwasser bietet ihnen notwendige Versteckmoeglichkeiten. Es ist faszinierend zu beobachten, wie diese spezialisierten Ringelwuermer (Annelida) lautlos durch das Wasser gleiten. Da sie sehr empfindlich auf Umweltgifte reagieren, fungieren sie in Deinem Garten als Bioindikatoren (Anzeiger fuer den Zustand der Umwelt).
Der Mittelmeer-Blutegel ist fuer den Menschen grundsaetzlich harmlos und flieht bei Stoerungen im Wasser meist rechtzeitig. Da er unter Naturschutz steht, darfst Du das Tier weder fangen noch beeintraechtigen. Ein versehentlicher Kontakt beim Gaertnern am Teich ist gesundheitlich unbedenklich.
Der Mittelmeer-Blutegel (Hirudo verbana) wird taxonomisch (systematisch) in die Familie der Hirudinidae eingeordnet. Sein urspruengliches Verbreitungsgebiet liegt im oestlichen Mittelmeerraum, er kommt jedoch auch in Mitteleuropa in geeigneten Lebensraeumen vor. Die Art lebt amphibisch (sowohl im Wasser als auch an Land) und bevorzugt warme Stillgewaesser. Als Zwitter (Tiere mit beiden Geschlechtsmerkmalen) legen sie ihre Kokons meist in feuchter Erde am Ufer ab.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →