Bild folgtKI-generierte IllustrationHordeum murinum
Kaum zu uebersehen: Die Mäuse-Gerste (Hordeum murinum) faellt durch ihre weichen, borstigen Bluetenstaende auf, die an Miniatur-Getreide erinnern. Als Archäophyt (Pflanze, die bereits vor langer Zeit eingefuehrt wurde) ist sie ein fester Bestandteil unserer heimischen Natur. Sie besiedelt bevorzugt warme, sonnige Plaetze und zeigt dir als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Naehrstoffbedarf) genau an, wo dein Gartenboden besonders fett ist. Durch ihre Verbindung zur Arbuskulären Mykorrhiza (einer Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) verbessert sie die Bodenstruktur in deinem Garten. Lass ihr ruhig ein kleines Plaetzchen am Zaun oder Wegesrand, dort kommt sie am besten zur Geltung.
Robustes Wildgras für sonnige Naehrstoff-Inseln im Garten.
Die Mäuse-Gerste ist eine indigene Art, die perfekt an unser Klima angepasst ist. Ein wichtiger oekologischer Aspekt ist ihre Verbindung zur Arbuskulären Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), die den Boden belebt. Nach aktuellen Daten ist sie als Archäophyt fest in unsere Oekosysteme integriert. Da sie auf der Roten Liste als ungefaehrdet (*) gefuehrt wird, kannst du sie bedenkenlos foerdern. Ihre Samen dienen ueber die Wintermonate als Nahrungsquelle fuer verschiedene heimische Vogelarten. Zudem bietet der dichte Wuchs am Boden Schutzraum fuer kleine Laufkaefer.
Die Mäuse-Gerste ist zwar ungiftig, gilt aber nicht als kindersicher. Das liegt an den langen Grannen (borstige Fortsaetze an den Samen), die sich mit ihren Widerhaken leicht in Kleidung, Haut oder Tierfell verfangen können. Besonders bei Hunden können diese Pflanzenteile in Ohren oder Pfoten zu schmerzhaften Reizungen fuehren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.33 m
Waehle einen vollsonnigen Standort, da die Mäuse-Gerste viel Licht zum Gedeihen braucht.
Der Boden sollte trocken sein, da das Gras keine Staunaesse vertraegt.
Achte auf eine gute Naehrstoffversorgung, da sie ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Naehrstoffbedarf) ist.
Ideal ist ein Platz an einer warmen Suedwand oder entlang eines Gartenwegs.
Die Pflanzzeit liegt zwischen Maerz und Mai oder von September bis November.
Da sie meist ein- oder zweijaehrig waechst, solltest du sie erst nach der Samenreife schneiden.
So kann sie sich durch Selbstaussaat dauerhaft im Garten halten.
Eine Vermehrung ueber Samen ist unkompliziert und geschieht oft von selbst.
Die Pflege beschraenkt sich auf das Entfernen vertrockneter Halme im Spaetwinter.
Gute Partnerin: Die Weg-Malve (Malva neglecta) – beide lieben sonnige, stickstoffreiche Standorte und bilden eine typische Lebensgemeinschaft.
Die Mäuse-Gerste (Hordeum murinum) gehoert zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Als Archäophyt (eine vor Jahrhunderten eingewanderte Pflanzenart) ist sie heute in ganz Deutschland, Oesterreich und der Schweiz heimisch. Du findest sie meist an Ruderalstellen (trockene, oft gestoerte Standorte wie Wegraender oder Schuttplaetze). Ein markantes Merkmal sind die langen Grannen (borstige Fortsaetze an den Spelzen), die den Bluetenstand wie eine kleine Buerste wirken lassen.
3 Videos zu Mäuse-Gerste



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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