Bild folgtKI-generierte IllustrationHorisme aemulata
An der zierlichen Gestalt und dem feinen, wellenförmigen Linienmuster auf den Flügeln lässt sich Horisme aemulata sofort erkennen. Dieser kleine Nachtfalter wiegt nur etwa 0,008 Gramm und gehört zur Familie der Spanner (Geometridae), die für die typische Fortbewegungsweise ihrer Raupen bekannt ist. In deinem Garten ist er ein eher seltener Gast, der vor allem in den kühleren Regionen der Schweiz vorkommt. Die Art lebt oligophag (auf wenige Futterpflanzen spezialisiert) und ist eng an die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina) gebunden. Während die Falter zwischen April und September aktiv sind, fliegen sie in ein bis zwei Generationen pro Jahr. Die Weibchen legen ihre Eier direkt an die Blätter der Waldrebe ab, damit die schlüpfenden Raupen sofort ihre Nahrung finden. Den Winter überdauert das Tier als Puppe (Ruhestadium zwischen Raupe und Falter) im Boden oder in der schützenden Streuschicht aus altem Laub. Du kannst diesen Schmetterling gezielt fördern, indem du heimische Waldreben pflanzt und die Bodenoberfläche unter den Pflanzen ungestört lässt. Ein naturnaher Garten mit kühlen, schattigen Ecken kommt dem Bedürfnis dieser kälteliebenden Art sehr entgegen.
Dieser Nachtfalter ist völlig harmlos und ein faszinierendes Beispiel für ökologische Spezialisierung im Garten. Er besitzt weder Stachel noch Beißwerkzeuge, die dem Menschen gefährlich werden könnten, und sollte aufgrund seiner Seltenheit nicht berührt oder gestört werden.
Horisme aemulata ist ein Vertreter der Familie der Spanner (Geometridae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Die Art ist in der Schweiz heimisch, wobei die Datenbank zwischen 1977 und 2018 insgesamt 176 Beobachtungen verzeichnet hat. Sie besiedelt bevorzugt kühlere, montane Lagen und gilt als ökologisch spezialisiert auf alpine Pflanzengesellschaften. Mit einer Körpermasse von rund 0,008 Gramm zählt sie zu den kleineren Nachtfaltern, deren Bestimmung oft eine genaue Betrachtung der feinen Flügelzeichnung erfordert.
Körpergröße
small
Nahrung
oligophagous
Überwinterung
pupa
Temperatur
cold
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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