Bild folgtKI-generierte IllustrationHornungia petraea
Auch bekannt als: Kleine Felskresse
Wer die Zwerg-Steppenkresse (Hornungia petraea) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihrem extrem zierlichen Wuchs und den winzigen, weißen Blütenköpfchen ist sie eine wahre Miniaturkostbarkeit. Da sie in unserer Region als stark gefährdet gilt (Rote Liste 2), leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Erhalt einer selten gewordenen Spezialistin. Sie besiedelt lückige Stellen auf kargen Böden, an denen andere Pflanzen kaum Fuß fassen können. Wenn du eine sonnige, trockene Ecke im Garten hast, in der sonst kaum etwas gedeiht, ist diese kleine Pflanze genau die richtige Wahl für dich.
Kostbare Seltenheit: Hol dir die gefährdete Steppen-Spezialistin in den Garten.
Als stark gefährdete Art der Roten Liste (Kategorie 2) ist die Zwerg-Steppenkresse eine ökologische Besonderheit für deinen Garten. Sie füllt wertvolle Nischen auf trockenwarmen Standorten aus, die für die Biodiversität (Vielfalt des Lebens) in Steppengärten entscheidend sind. Auch wenn für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäubungsdaten vorliegen, dient sie als wichtiger Baustein im Erhalt der regionalen Flora. Durch ihren Status als Indigen (einheimisch) ist sie perfekt an die klimatischen Bedingungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz angepasst.
Die Zwerg-Steppenkresse (Hornungia petraea) wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Vergiftungsfälle bekannt sind, solltest du bei der Gartenplanung darauf achten, sie nicht in den direkten Spielbereich von Kleinkindern zu setzen. Aufgrund ihres sehr zierlichen Wuchses und des speziellen Standorts ist eine Verwechslung mit giftigen Gartenpflanzen jedoch unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mär – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.06 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze sehr lichthungrig ist.
Boden: Sie ist eine Schwachzehrerin (kommt mit sehr wenigen Nährstoffen aus) und benötigt einen mageren, trockenen Untergrund.
Pflanzzeit: Setze sie idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da sie keine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, benötigt sie keine speziellen Bodenhilfsstoffe oder Dünger.
Wasser: Gießen ist nur in der kurzen Anwachsphase nötig, danach ist sie extrem trockenheitsresistent.
Vermehrung: Die Pflanze erhält sich an offenen Bodenstellen meist durch Selbstaussaat von selbst.
Gute Partnerin: Das Frühlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana) – beide teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Magerstandorte und ergänzen sich gut im zeitigen Frühjahr.
Die Zwerg-Steppenkresse (Hornungia petraea) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Als Indigen (einheimische Art) oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) ist sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz beheimatet. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und offene Felsstandorte. Typisch für diese einjährige Pflanze sind die fiederteiligen Grundblätter und die kaum zwei Millimeter langen, weißen Kronblätter, die in lockeren Trauben angeordnet sind.
1 Video zu Zwerg-Steppenkresse

•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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