Bild folgtKI-generierte IllustrationHypena lividalis
An der schmalen, fast dreieckigen Flügelform lässt sich Hypena lividalis sofort erkennen. Dieser kleine Nachtfalter wiegt nur etwa 0,01 Gramm und wirkt mit seiner unauffälligen graubraunen Färbung oft wie ein welkes Blatt. In warmen Jahren bildet die Art in Mitteleuropa meist zwei Generationen aus. Das Weibchen legt seine Eier einzeln an die Blattunterseiten der Futterpflanzen ab. Im Frühling besucht der Falter gerne früh blühende Gehölze wie die Sal-Weide (Salix caprea), während er im Sommer an Wasserdost (Eupatorium cannabinum) und im Herbst an Efeu (Hedera helix) Nektar saugt. Die Raupen leben oligophag (auf wenige Pflanzenfamilien spezialisiert) und ernähren sich bevorzugt vom Aufrechten Glaskraut (Parietaria officinalis) oder der Großen Brennnessel (Urtica dioica). Er überwintert als Imago (ausgewachsener Falter) an frostfreien, dunklen Orten wie ungenutzten Schuppen oder Holzstapeln. Du kannst diese seltene Art fördern, indem du in sonnigen Gartenbereichen Wildkräuter wie das Glaskraut stehen lässt. Zudem hilfst du dem Tier, wenn du für frostfreie Winterquartiere in Gartenhäuschen oder Kellern sorgst.
Völlig harmlos und aufgrund seiner Seltenheit ein besonderer Gast in deinem Garten. Das Tier besitzt weder Stachel noch Beißwerkzeuge, die dem Menschen gefährlich werden könnten. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit anderen Schnabeleulen, die jedoch meist eine kräftigere Flügelzeichnung aufweisen.
Hypena lividalis gehört zur Familie der Eulenfalter (Erebidae) und wird innerhalb der Schmetterlinge den Nachtfaltern zugeordnet. In der Region ist die Art als heimisch eingestuft, tritt jedoch vor allem in der Schweiz nur sehr lokal in besonders warmen Lagen auf. Mit einer Spannweite von etwa 20 bis 25 Millimetern ist sie ein kleinerer Vertreter ihrer Gattung. Typisch sind die verlängerten Mundwerkzeuge, die wie eine kleine Schnauze nach vorne ragen. Von verwandten Arten unterscheidet sie sich durch die schlichte, meist einfarbig wirkende Zeichnung der Vorderflügel.
Körpergröße
small
Nahrung
oligophagous
Überwinterung
adult
Temperatur
warm
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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